Kissen und Kuscheltiere übergeben?
Block bestreitet zudem, dass sie den Israelis an dem Tag persönliche Sachen ihrer Kinder wie Kissen und Kuscheltiere übergeben habe. Aufnahmen aus einer Überwachungskamera zeigen, dass sie damals mit einer Tüte ins Hotel ging. Sie habe möglicherweise Küchenutensilien vom Weihnachtsmenü in die Hotelküche zurückgebracht, sagt Block dazu.
Nach ihren Angaben hatten die Kinder nach der Entführung bei der Polizei angegeben, sie hätten von den Kidnappern Kissen und Kuscheltiere bekommen. Sie habe jedoch in den Monaten zuvor immer wieder mal derartige Dinge an Personen übergeben, die mit den Kindern in Kontakt treten sollten - auch habe "Olga" sie zu einem früheren Zeitpunkt nach solchen Sachen gefragt.
Die Angeklagte bestätigt, dass sie bei diesem Besuch im Hotel Barkay kurz getroffen habe. "Zu dem, was in der Silvesternacht geschehen würde, hat Herr Barkay kein Wort verloren." Er habe unter anderem kurz über die finanzielle Lage seiner Firma und über die Kinder gesprochen. Sie sei aber in keinem Raum mit den anderen Mitgliedern des Teams gewesen.
Umfangreiche Erklärung vom Prozessbeginn korrigiert
Christina Block bestritt außerdem, die Rückholaktion in der Silvesternacht finanziert zu haben. Sie habe im Oktober 2023 zwar 75.000 Euro von ihrem Konto abgehoben, aber das Geld sei für eine Verhandlungslösung mit ihrem Ex-Mann bestimmt gewesen. "Eine Verhandlungslösung war für mich noch längst nicht vom Tisch", sagt die Hamburger Unternehmerin.
Block hatte schon am Dienstag ihre umfangreiche Erklärung vom Prozessbeginn in einzelnen Punkten korrigiert. Sie räumte ein, dass es bereits bei dem ersten Gespräch mit Barkay Anfang 2023 um die Kinder gegangen sei - aber nur um die Beschaffung von Informationen, die im Sorgerechtsstreit helfen sollten. Das habe sie nicht mehr in Erinnerung gehabt.
Zu Prozessbeginn hatte sie ausgesagt, Barkays Sicherheitsfirma habe sich anfangs nur um die Cybersicherheit in der Block-Gruppe kümmern sollen. Das hatte Barkay in seiner Zeugenaussage als unwahr bezeichnet, darum sei es erst viel später gegangen.