50 Jahre Stadthalle Suhl Eine Halle voller Erinnerungen

Die Stadthalle der Freundschaft, aus der nach Umbau in den 1990er Jahren das CCS wurde, begeht ihr 50-jähriges Bestehen.

Die Erinnerungen der Suhler und der Südthüringer an die einstige Stadthalle der Freundschaft – das heutige CCS – sind so vielfältig und bunt wie der Veranstaltungsreigen unter dem Dach des markanten Rundbaus, der mit kleinerem Durchmesser nach Vorbild der Leningrader Sporthalle errichtet und am 7. November 1972 feierlich übergeben wurde. In den 50 Jahren ihres Bestehens hat die Stadthalle mit ihren 66 Meter Hallendurchmesser und einer maximalen Platzkapazität für 2111 Besucher viele Höhepunkte gesehen – spektakuläre Konzerte, packende Sportwettkämpfe, legendäre Karnevalssitzungen, viel beachtete Messen, Ausstellungen, Modebälle und manch ausgelassene Feier. Die kanadische Rockband Saga startete von hier aus 1983 ihre Welttournee, Deutschrockikone Udo Lindenberg im Januar 1990 seine erste DDR-Tournee und Peter Maffay ließ bei seinem legendären Konzert 1987 in der Suhler Halle die Sonne in der Nacht aufgehen. Aber auch die Kastelruther Spatzen durften hier schon zu DDR-Zeiten trällern und westliche Schlagerstars wie Jürgen Drews, Udo Jürgens, Andy Borg und Costa Cordalis.

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Unvergessen sind die regelmäßig veranstalteten Pop-Märkte und die Werkstattwochen der Jugendtanzmusik, bei denen Nachwuchsbands vor der feierfreudigen Jugend des einstigen Bezirkes Suhl erstmals den Schritt auf die große Bühne wagten. Aber auch etablierte DDR-Bands wie Karat, City oder die Puhdys gaben hier gefeierte Konzerte.

In dem direkt angebauten Gaststättenkomplex Kaluga mit seinen vier Restaurants lernten sich viele Paare aus Suhl und der ganzen Umgebung bei den stets ausverkauften Discoveranstaltungen kennen. Auf der anderen Seite war eine Trainingshalle für Ringer, Gewichtheber, Turner, Volleyballer und anderen Sportler angebaut, im Durchgang befand eine vielbeachtete Kunstgalerie.

Schon zu DDR-Zeiten war die Halle auch Bühne für große Unterhaltungsshows. Unter anderem produzierte das DDR-Fernsehen hier Silvestersendungen oder den legendären Oberhofer Bauermarkt. MDR und ARD setzten diese TV-Tradition nach der Wiedervereinigung insbesondere mit stimmungsvollen Shows zu Weihnachten fort. Bis heute, wenn die Adventsshow der 100 000 Lichter erneut aus Suhl in Millionen Haushalte flimmert.