Lösung: Allerdings verwundern wiederkehrende Motive nicht, schließlich machten die Astronauten an ihren Landestellen Tausende Fotos aus verschiedenen Perspektiven, wie Mall erläutert. Zudem betont er, dass sich die Landschaften an den Landestellen ohnehin stark ähneln - auch weil markante optische Elemente wie auf der Erde fehlten.
6. Behauptung: Fehlende Fadenkreuze auf den Bildern
Die Linsen der Hasselblad-Kameras der Astronauten enthielten Fadenkreuze - etwa um Distanzen besser einschätzen zu können. Diese Fadenkreuze scheinen an manchen Stellen hinter Objekten zu verschwinden, was Kritiker als Fotomontage deuten.
Lösung: Bei näherem Hinsehen zeigt sich oft, dass die Kreuze durchaus da, aber vor dunklem Hintergrund kaum erkennbar sind. Allerdings, so Jaumann, wurden später auch bearbeitete Bilder veröffentlicht.
7. Behauptung: Keine Sterne am Himmel
Auf den Bildern der Astronauten sind am Himmel keine Sterne zu sehen.
Lösung: Die Astronauten betraten den Erdtrabanten tagsüber – ein Mondtag dauert zwei Wochen. Auf den Bildern ist der Kontrast zwischen der grellen Mondoberfläche und dem dunklen Himmel viel zu stark, als dass lichtschwache Pünktchen am Firmament sichtbar wären.
8. Behauptung: Der Schattenwurf passt nicht
Dass Schatten auf den Bildern in verschiedene Richtungen verlaufen oder gestaucht sind, führen Kritiker auf verschiedene Lichtquellen zurück.
Lösung: Grund dafür sind laut Mall vor allem Unebenheiten der Mondoberfläche. Dadurch können Schatten länger, kürzer oder verzerrt erscheinen.
9. Behauptung: Fehlender Landekrater
Unterhalb der Landekapseln sieht man keinen Landekrater und kaum Staub.
Lösung: Kein Wunder, sagt Jaumann: Die Landestellen seien nicht senkrecht, sondern seitlich angeflogen worden. Die Triebwerke hatten demnach nicht die Kraft, Krater in das feste Mondgestein zu brennen.
10. Behauptung: Tödliche Strahlung
Beim Hin- und Rückflug waren die Besatzungen vor allem im Van-Allen-Gürtel, einem die Erde umgebenden Strahlungsring, erhöhter Teilchenstrahlung von der Sonne ausgesetzt. Diese Belastung hätte Stunden angedauert und tödlich sein können, wenden Kritiker ein.
Lösung: Mall schätzt die Dauer für die Durchquerung des Van-Allen-Gürtels auf etwa eine Stunde, wobei die Crew durch die Aluminium-Hülle der Raumkapsel geschützt war. Die Astronauten waren demnach zwar erhöhter Strahlung ausgesetzt, aber die Dosis war überschaubar. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa habe die Flugbahn der Missionen so gelegt, dass die intensivsten Strahlungsbereiche umflogen wurden.
Nasa hüllt sich in Schweigen
Die Nasa selbst äußert sich zu Fälschungstheorien grundsätzlich nicht. Doch sie hat vor einigen Jahren Bilder der Mission „Lunar Reconnaissance Orbiter“ (LRO) veröffentlicht. Die Raumsonde hatte Aufnahmen von Apollo-Landestellen in hoher Auflösung zur Erde gefunkt. Auch wenn sie hartnäckige Zweifler nicht umstimmen mögen – die Bilder zeigen neben zurückgelassenen Instrumenten die Spuren der Rover und sogar Fußspuren der Astronauten.
Zudem, so Jaumann und Mall, hätten Tausende Mitarbeiter an den sechs Missionen mitgewirkt. „Fälschungen über Jahrzehnte geheimzuhalten, halte ich für sehr schwierig“, sagt Mall. Außerdem ein eindeutiger Beleg: die über 380 Kilogramm Mondgestein, die die Astronauten zur Erde mitbrachten. Im Gegensatz zu den erst später entdeckten Mondmeteoriten, die auf die Erde fielen, wurden diese Brocken nicht durch ihre Reise durch die Erdatmosphäre verändert.