Die spektakuläre Bundeskanzler-Wahl vom Dienstag könnte das Verhältnis zwischen CDU/CSU und der Linkspartei grundsätzlich verändern. Der Unvereinbarkeitsbeschluss, mit dem die CDU jegliche parlamentarische Zusammenarbeit mit der SED-Nachfolgepartei ausschloss, wird von führenden Christdemokraten infrage gestellt. „Wir werden gemeinsam darüber zu sprechen haben“, sagte Kanzleramtsminister Torsten Frei am Mittwoch. Zwar könne der Beschluss eines CDU-Parteitags von 2018 nicht einfach außer Kraft gesetzt werden. „Aber mit Sicherheit sind wir in einer Situation, wo wir die eine oder andere Frage neu bewerten müssen“, sagte der CDU-Politiker. Auf die Frage nach der Zukunft des Unvereinbarkeitsbeschlusses müsse die Partei antworten, sagte Frei im Deutschlandfunk.
5 Jahre nach Thüringen CDU-Brandmauer zur Linken bröckelt im Bund
Markus Ermert 07.05.2025 - 10:53 Uhr