400 Jahre Piesau Party mit viel Liebe zum Detail

Elke Schönfelder

Die Vorbereitungen zum Piesauer Festwochenende Ende Mai sind auf der Zielgeraden. Höhepunkt ist der vielgestaltige Umzug am Sonntag.

Ein heißes Spektakel verspricht die Show von „Cedrus Inflamnia“. Foto: /Reissig

Der kleine Glasmacherort erwartet am Wochenende nach Himmelfahrt Hunderte von Gästen aus der Umgebung, aus Deutschland und sogar aus dem Ausland. Das kleine Dorf im Thüringer Wald wird in großer Runde auf 400 Jahre Geschichte zurückblicken. 1622 wurde hier das erste Glas in der neu erbauten Glashütte geschmolzen. Glück und Leid erfuhren die Glasmacher in diesen vier Jahrhunderten, man litt unter Kriege und Krisen, trotzte Krankheit und Unwettern bis heute. Und in der Gegenwart sind es Glas und dabei vorrangig die Flakons, die Piesau einen Platz in der Welt gesichert haben.

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Zur Eröffnung des Festwochenendes am Freitag, 27. Mai, widmet sich ein Glassymposium unter Leitung von Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein der Historie des Werkstoffs in dieser Gegend. Von 10 bis 15 Uhr referieren Fachleute zum Thema. Allerdings braucht es für Zuhörer eine Anmeldung, da der Saal des Hotels „Thüringer Wald“ nur beschränkt Besucher aufnehmen kann.

Pünktlich um 16.22 Uhr startet das Festwochenende auf dem Dorfplatz, natürlich mit Blick aufs Jahr 1622. Bereits um 18 Uhr verzaubert das Feuer-Varieté „Cedrus Inflamnia“ das Publikum. Den Abend gestalten die Band „Rockzipfl“ und ein Helene-Fischer-Double. Am Samstag, 28. Mai, drängen sich dann die Programmpunkte, einige finden sogar zeitgleich statt. So gibt es zusätzlich zum Festplatzbetrieb ab 15 Uhr Wettkämpfe im Kegeln, Degsen und auch die Schachspieler sind vertreten. Stündlich werden Werksführungen durch die Hütte angeboten. Natürlich kommen Kinder und Jugendliche nicht zu kurz. Abends unterhalten Comedian Mäc Härder, DJ Enrico Ostendorf und eine Lasershow. Garant für ein bereits ausverkauftes Zelt und einen vollen Dorfplatz ist der Auftritt der Kultband Karat um 21.30 Uhr.

Der Sonntag, 29. Mai, beginnt mit einem Festgottesdienst in der Laurentius Kirche und dem Frühschoppen auf dem Dorfplatz – jeweils um 10 Uhr. Den Höhepunkt des Tages bildet der Festumzug um 14 Uhr. Diesen auszugestalten, ist Herzenssache aller Generationen. Die Jungs und Mädchen vom DRK-Kindergarten Löwenzahn zum Beispiel zeigen zum Umzug Märchenfiguren – mit Glasbezug. Ein gewisses Fragezeichen war hinter Schneewittchens „Glassarg“ gesetzt. Doch Carl-August Heinz half weiter. Die Handwerker des Glaswerkes fertigen dieses Teil perfekt an. Vergangene Woche wurde es im Kindergarten angeliefert und mit Liebe zum Detail ausgeschmückt. Die Kinder und ihre Erzieherinnen, genau wie der Hausmeister, freuen sich nun auf ihren Auftritt.

Später am Sonntagnachmittag locken ein Platzkonzert, die Gauklershow des Feuer-Varieté und Comedian Wolfgang Krebs. Zum Abschluss der Jubiläumsparty gibt’s eine Lasershow. Extra zum Jubiläum erschien das neue Heimatheft, welches auf dem Festplatz verkauft wird.

Parkplätze finden Besucher am Ärztehaus in Piesau, am „Alten Sandplatz“, auf den Wiesen oberhalb „ Von der Burg“ (Richtung Sportplatz), am Ortsausgang Piesau, Wanderparkplatz im Bärenbach, zusätzlich kann – aber nur am Sonntag – der Parkplatz an der Norma genutzt werden. „Park and Ride“ ist dabei das Zauberwort, denn die Freiwillige bringt die Parker gegen einen geringen Beitrag zum Festplatz und zurück. Die Veranstalter weisen eindringlich darauf hin, wegen des Festumzuges keine Fahrzeuge am Fahrbahnrand abzustellen. Betroffen sind folgende Straßen: Beginnend am Festplatz führt der Umzug über den Hüttenring und die Mittelbergstraße durch die Ernst-Thälmann- Straße, an Kirche und Friedhof vorbei zur Einmündung Kindergartenweg und dann auf der Straße des Friedens zurück zu Dorfplatz.