38. Beerberg-Berglauf Halbnackte Männer gibt’s diesmal nicht

Theo Schwabe

Zum 38. Mal geht es am Sonntag den höchsten Gipfel des Freistaats hinauf. 210 Starter haben für den Beerberg-Berglauf gemeldet. Bekannte Volkssportler fehlen jedoch in der Liste.

Oben ohne: Tropisch heiß wie bei der 2016er-Ausgabe des Beerberg-Berglaufes wird es an diesem Sonntag nicht werden. Zwölf Grad Celsius sind angesagt. Foto: Theo Schwabe

Bergläufe sind kein Zuckerschlecken und deshalb eine ganz besondere sportliche Herausforderung sowohl für spezialisierte Ausdauerläufer als auch für Hobbyläufer. Ganz besonders trifft das auf den traditionellen Beerberg-Berglauf zu, der an diesem Sonntag, 24. August, zum 38. Mal unter dem Motto „Find your Limits“ (finde deine Grenzen) vom Ski- und Wanderverein (SWV) Goldlauter-Heidersbach ausgerichtet wird.

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Obwohl es in Südthüringen wieder eine Reihe hochkarätiger Bergläufe wie den Kickelhahn-Berglauf bei Ilmenau, den Pleßlauf im Werratal oder den Geba-Berglauf auf der Hohen Geba gibt, zählt die Berghatz hinauf zum höchsten Punkt des Rennsteiges auf 973 Metern wenige Fuß vom 982 Meter hohen Großen Beerberg entfernt nun schon seit fast vier Jahrzehnten nicht nur zu den Hochkarätern unter Thüringens Bergläufen, sondern auch zu den traditionsreichsten und ältesten.

Teil der Thüringer Langlauf-Cup-Serie

Bereits vor 1990 organisierten die Goldlauterer Wettkämpfe in diesem speziellen Laufmetier und können mit der Ausrichtung von mehreren Deutschen Berglaufmeisterschaften, Deutschen Berglaufcups mit WM-Qualifikationsstatus auf reiche Erfahrungen zurückblicken. So müssen die Läufer auf der circa sechs Kilometer langen Strecke einen Höhenunterschied von 427 Metern überwinden.

In der nunmehr 38. Auflage werden laut Jens Walther, dem SWV-Vereinsvorsitzenden, wohl die Wintersportler das Gros der Teilnehmer stellen, starten sie doch an diesem Samstag mit dem Inliner-Wettbewerb in Geschwenda und am Sonntag mit dem Berglauf in die Langlauf-Cup-Serie 2025/26 des Thüringer Skiverbandes. Dabei setzt der SWV unter anderem auf seine Nachwuchstalente wie Milan Neukirchner, der sich für die U23-WM qualifizieren möchte, weiterhin auf Louis Wießner oder Arian Zobirei.

Im Rahmen des 38. Beerberg-Berglaufes werden auch die Suhler Stadtmeisterschaften mit Start an der Autobrücke für die Altersklassen U11 bis U13 über 1,1 Kilometer sowie für die U14 bis U16 über 2,2 Kilometer ausgerichtet.

210 Meldungen und etwas Neues

Keine bekannten Volkssportler
Mit 210 Meldungen in allen Altersklassen zeigt sich Goldlauters Vereinschef Jens Walther zufrieden. Etwas ernüchternd sei jedoch die Resonanz der bekannten Volkssportler, die am Sonntag genauso fehlen werden wie manch namhafter Wintersportler. Einzig die Weltcup-Starterin im Skilanglauf, Lisa Lohmann vom WSV Oberhof 05, stehe auf der Startliste. SWV-Mann Jan-Friedrich Doerks könne derzeit keine Läufe absolvieren, so Walther, er habe Probleme mit der Achillessehne. Dafür werden die Sportschüler aus Oberhof vertreten sein. Auf Wunsch des Oberhofer Sportgymnasiums (SGO) wurde der Termin des Berglaufes auch um eine Woche nach vorne verlegt. „Es war der Wunsch des SGO, den Lauf wegen der Sommerleistungskontrolle eine Woche vorzuziehen. Die ist fünf Wochen später“, so Jens Walther.

Neue Kinderstrecke
Wurden in früheren Auflagen Nachwuchsläufe erst ab der Altersklasse U10 angeboten, gibt es nun mit dem Kids-Trailrun auch ein Rennen für die U8 (bis U10). Die 900 Meter lange Trailstrecke am Geiersberg führt über Stock und Stein und weitere natürliche Hindernisse.