Zeugin vermutet Loyalitätskonflikt bei Tochter
Die beiden jüngsten Kinder hätten gesagt, was sie in ihren alten Zimmern neu gestalten wollten. Der Junge habe auf keinen Fall mehr seinen rosafarbenen Papierkorb haben wollen, die 13-jährigen Tochter wollte eine andere Tapete, sagte die Jugendamtsmitarbeiterin. Über den Vater habe das Mädchen nur gesagt: "Ich würde gern mit ihm sprechen, aber das geht im Moment nicht." Die Kinder hätten keine Anzeichen dafür gezeigt, dass sie nicht im Haus ihrer Mutter sein wollten.
Später soll die Tochter gegenüber den Behörden in Dänemark ausgesagt haben, dass sie die Jugendamtsmitarbeiterin um Hilfe gebeten habe. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte darum ein Ermittlungsverfahren gegen die Sozialpädagogin eingeleitet, das jedoch wieder eingestellt wurde. Auf die Frage, wie sie sich die spätere Aussage des Mädchens erkläre, sagte die Zeugin: "Es kann ein Anzeichen dafür sein, dass Kinder in einem Loyalitätskonflikt stehen und Dinge nachträglich anders schildern, als sie tatsächlich waren."