31. Rennsteig-Herbstlauf „Schlammschlacht“ am Rennsteig

696 Läufer trotzen Dauerregen und Kälte beim 31. Rennsteig-Herbstlauf. 

Temperaturen zwischen fünf und sieben Grad Celsius, dazu Wind sowie dauerhafte, mitunter starke Regenfälle und jede Menge aufgeschwemmte Trails: der 31. Rennsteig-Herbstlauf war definitiv nichts für Weicheier. Nachdem die Wetterlage am Rennsteig den Läufern bereits am Samstag beim RennsteigTRAIL über 33 Kilometer (174 Zieleinläufe) sowie beim zehn Kilometer langen Rundkurs um Masserberg (225 Zieleinläufe) alles abverlangte, geriet auch der 20 Kilometer lange Rennsteig-Herbstlauf von Neuhaus am Rennweg nach Masserberg (297 Zieleinläufe) am Sonntag auf inzwischen restlos aufgeweichtem Terrain zu einer echten „Schlammschlacht“.

„Ich habe Riesen-Respekt vor der Leistung eines jeden einzelnen Läufers! Gleichzeitig möchte ich mich bei allen unermüdlichen Helfern, Begleitern und Partnern bedanken, die mit uns am Wochenende stundenlang einfach nur durchgehalten und den Herbstlauf zu einer im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhlichen Veranstaltung gemacht haben. Das war in weiten Teilen absolute Schwerstarbeit“, bilanzierte ein alles in allem zufriedener Gesamtleiter, Christopher Gellert, unmittelbar nach Zielschluss am frühen Sonntagnachmittag.

Daniela Oemus und Thomas Roach triumphieren beim RennsteigTRAIL

Das Finale der Golden National Trail Series 2022 bildete auch in diesem Jahr der mit etwa 1.200 teils knackigen Höhenmetern aufwartende RennsteigTRAIL. Als Gesamtführende bei den Frauen machte sich die aus Gernewitz bei Stadtroda stammende Daniela Oemus auf den Weg – und dominierte praktisch vom Start weg die Konkurrenz auf einer nicht nur durch die Wetterverhältnisse durchaus anspruchsvollen Strecke. Neben dem langen Anstieg nach Friedrichshöhe und dem Schlussanstieg zum Eselsberg waren es insbesondere die zahlreichen kleinen, steilen Bergauf-Passagen, die das Rennen so schwierig machten.

Die Thüringerin kam damit jedoch bestens zurecht und sicherte sich nach 02:51:57 Stunden den Sieg vor der Österreicherin Lena Laukner (02:53:59) und der Schweizerin Charlotte Moerman (02:57:04). Bei den Herren gewann der Brite Thomas Roach in 02:15:30 Stunden vor Dorian Marchal aus Frankreich (02:27:01) und dem Österreicher Manuel Innerhofer (02:28:53). Thomas Roach sicherte sich damit als Sieger der Golden National Trail Series 2022 im deutschsprachigen Raum ebenso wie Daniela Oemus einen Startplatz für das Madeira Ocean Trails Finale im Oktober.

Daniel Greiner aus Sömmerda als Wiederholungstäter

Für einen ganz besonderen Doppelpack auf dem Siegertreppchen sorgte derweil Daniel Greiner vom SV Sömmerda e.V. Nach Platz zwei am Samstag über zehn Kilometer (00:38:31 Stunden) – hinter Simon Pulfer (00:37:49) und vor Michael Sturm (00:38:54) – stand Greiner kurzerhand auch am Sonntag in Neuhaus am Rennweg an der Startlinie und lief nach 01:17:28 Stunden in Masserberg sensationell als Erster über den Zielstrich. Daniel Greiner („Saugeile Strecke! Diese Matschepampe find‘ ich richtig gut!“) fühlte sich bei Nässe und Schlamm auf der Strecke ganz offensichtlich pudelwohl und verwies über 20 Kilometer Christoph Weigel (01:18:45) und Lukas Wieseke (01:19:59) vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein e.V. auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Frauen sicherte sich Clara Kintzel vom ESC Erfurt über zehn Kilometer in 00:46:59 Stunden den Sieg – vor Natalie Ullrich (00:50:11) und Sabine Schneider (00:50:52). Über 20 Kilometer gewann Kathrin Byczok (01:34:29 Stunden) recht deutlich vor Anna Oprei (01:40:32) und Tina Wilhelmi (01:41:05).

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