Suhl - Ich persönlich kann mich an die Einführung des Euro weniger erinnern, als an die Währungsunion vom 1. Juli 1990. Damals, also vor über 30 Jahren schon, wurde die D-Mark eingeführt. Warum das so ist? Es sind die Emotionen, die damit verbunden sind. Die Freude auf dieses Geld, über das man als DDR-Bürger, wenn überhaupt, bestenfalls in homöopathischen Dosen, verfügte. Mit der D-Mark habe ich den Wunsch nach einem besseren Leben verbunden. Für sie gab es so gut wie alles. Sie hat Türen geöffnet. Sie roch nach Freiheit. Sie war die Erfüllung eines Traums. Doch ewig sollte dieser nicht währen. Nur zwölf Jahre, nachdem zum ersten Mal das Gehalt in D-Mark ausgezahlt wurde, war schon wieder Schluss damit.
20 Jahre Euro-Einführung Die Trennung fällt schwer – noch immer
Doreen Fischer 26.01.2022 - 14:08 Uhr