2. Handball-Bundesliga Diesmal behält der ThSV die Nerven

Neun Würfe, neun Tore: Eisenachs Ivan Snajder, hier mit einem weiteren Sprungwurftor, hat keinerlei Fehlversuche. Foto: /Frank Arnold

Zum Abschluss einer englischen Woche bejubelt der ThSV Eisenach in der 2. Handball-Bundesliga der Männer am Karsamstag ein 28:25 (14:14) über den ASV Hamm-Westfalen.

Eisenach - „Jeder von uns hat prächtig gekämpft und seinen Anteil an diesem Sieg“, strahlte Eisenachs Ante Tokic nach dem Abpfiff. Zwei Akteure fielen dennoch besonders auf: Ivan Snajder avancierte zu Mr. 100 Prozent, benötigte für neun Treffer – darunter vier Strafwürfe – neun Versuche. In Glanzform präsentierte sich zudem Torwart Blaz Voncina, der 17 Bälle parierte – eine Quote von 39 Prozent! Damit bereitete der ThSV seinem Ex-Spieler und langjährigen Physiotherapeuten Martin Münzberg ein tolles Geschenk zum 50. Geburtstag, kletterte mit 23:27 Zählern auf den neunten Tabellenrang und hat jetzt acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Im Gegensatz zur Vorwoche gegen den Aue (24:24) ließen sich die Eisenacher diesmal auch in der Schlussphase nicht die Butter vom Brot nehmen. „Bis zur 55. Minute war die Partie offen. Wir haben dann kühlen Kopf behalten und unsere Chancen resolut genutzt“, bilanzierte der kaum zustellende Kreisspieler Peter Walz. Tatsächlich gelangen dem ThSV nach einem 22:22 (49.) mehrere Big Points, und auch das 25:24 (55.) ließ die Partie nicht kippen: Einen an Schneibel verursachten Strafwurf netzte Snajder zum 26:24 (56.) ein. Nach Sauls Treffer zum 27:24 (57.) brachte Eisenach dann den Vorsprung trotz Unterzahl in den letzten beiden Minuten ins Ziel, wobei Snajder nochmals traf und Voncina nochmals parierte.

Zunächst waren die Gäste im Vorteil (8:11/21.), während bei Eisenach die Mittwoch-Niederlage von Hüttenberg noch in den Köpfen zu spuken schien. Vor allem mit dem leichtfüßigen ASV-Spielgestalter Krings hatte Eisenachs Defensive Mühe. Es entwickelte sich ein „hitziges Gefecht“, wie ThSV-Trainer Markus Murfuni zugab, mit einigen Zeitstrafen. Potisk sorgte dann für den Ausgleich (11:11/25.) und Snajder nach dem Wechsel für die erstmalige Führung (15:14/31.). Voncina steigerte sich nach der Pause noch, sodass Eisenach erstmals mit zwei Toren führte (18:16/38.). Aber zwei Strafwurftreffer brachten den Westfalen den Ausgleich, und nun legten die Eisenacher stets vor und die Gäste glichen aus. Obranovic kam in der Abwehr für Walz, dem dann das vorentscheidende Tor zum 23:22 (50.) gelang, denn ab da ließen sich die Thüringer die Führung nicht mehr nehmen. „Nach dem Dämpfer in Hüttenberg sind wir heute wieder ein Stück vorangekommen. Ein Sieg über Hamm-Westfalen ist nicht selbstverständlich“, so Markus Murfuni.

Eisenach: Voncina; Eichberger; Fehr; Volar, Iffert, Wöhler, Potisk (3), Hideg, Tokic (1), Dicker (6), Obranovic, Schneibel, Walz (3), Snajder (9/4, Weyhrauch (1), Saul (5)

Hamm-Westfalen: Storbeck, Wesemann (1 Stw.); Genz (4), Huesmann, Fuchs, Spieckermann, Fernandez (2), Schwabe (3), Krause, Krings (8), Pretzewofsky, Orlowski (7/2), Schösse, Franke, Bönigk (1)

Schiedsrichter: Klinke/Klinke (Odenwald/Spessart) – Strafwürfe: Eisenach 4/4, Hamm-Westfalen 4/2 – Zeitstrafen: Eisenach 6, Hamm-Westfalen 3

 

Bilder