2. Handball-Bundesliga Der Abstiegskampf beginnt

Applaus für die Zuschauer: Diese Niederlage müssen die Eisenacher Handballer und ihr treuer Anhang erst einmal verarbeiten. Foto: /sportfotoseisenach

Nach der unerwarteten Heimniederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau befinden sich die Zweitliga-Handballer des ThSV Eisenach schon nach fünf Spieltagen mitten im Abstiegskampf.

Eisenach - Nach der unerwarteten Heimniederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau befinden sich die Zweitliga-Handballer des ThSV Eisenach schon nach fünf Spieltagen mitten im Abstiegskampf. Nach 60 Spielminuten stand auf der Anzeigetafel der Werner-Aßmann-Halle das 28:31 (14:18).

„Für unsere guten Vorbereitungsspiele können wir uns nichts kaufen. Nach dem Auftaktsieg in Bietigheim haben wir gewisse Dinge vermissen lassen“, erklärte Eisenachs Trainer Markus Murfuni. Auch für die über weite Strecken gute Leistung im DHB-Pokal-Spiel drei Tage zuvor gegen Erstligist HSG Wetzlar gibt es keinen Bonuspunkt.

„Ich bin maximal enttäuscht. Die nackten Zahlen sagen, wir stehen nach 2:8 Punkten im Abstiegskampf. Das muss jeder begreifen. Ich dachte, wir wären ein Stück weiter“, fasste sich ein sichtlich angefressener Eisenacher Manager Rene Witte kurz. Seine Mannschaft gab nach einer 8:6-Führung (14.) das Spiel völlig aus der Hand, sah sich kurz nach dem Seitenwechsel mit 15:22 in Rückstand (35.). Die knapp 1000 Zuschauer, die Treuesten der Treuen, feuerten ihr Team unaufhörlich an. „Mit dieser Unterstützung konnten wir eine Aufholjagd starten“, rekapitulierte Eisenachs Rückraumspieler Malte Donker. Doch nach dem 23:29 (53.) reichte die Zeit nicht mehr, um die drohende Niederlage abzuwenden. Beim Stand von 27:29 (59.), Fynn Hangstein hatte vom Siebenmeterstrich verwandelt, machte Lübecks Niels Versteijnen mit dem 27:30 (60.) den Deckel endgültig drauf. „Das war ein Muss-Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollten. Das flüssige Spiel der Gäste im ersten Abschnitt konnten wir nicht unterbinden, waren oft einen Schritt zu spät. Nach dem Seitenwechsel haben wir einiges probiert, um Tuchfühlung zu bekommen“, sagte Murfuni.

ThSV Eisenach: Voncina (18.-30./ 3 Paraden) Jepsen (1 Tor / 8 Paraden); Iffert, Wöhler (1), Potisk (3), Hangstein (5/4), Walz (3), Hideg (1), Tokic (4), Sousa (1), Dicker (1), Donker (1), Schneibel, Snajder (3), Weyhrauch, Saul (4)

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (9 Paraden), Conrad; Potratz, Ritterbach, Gonschor (3), Raguse (4), Mizumachi, Hansen (2), Skorupa, Waschul (1), Schult (5), Versteijnen (2), Schrader (3/3), Kretschmer (1), Klima (6), Bruhn (4)

Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen – Zuschauer: 959 – Siebenmeter: 4/4, 3/5 – Zeitstrafen: 8/10

 

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