Still und andächtig füllt sich Mittwochabend der Georgensaal auf dem Gelände der Helios Fachkliniken GmbH in Hildburghausen. Die Hereinkommenden nehmen jeweils ein Kärtchen, schreiben darauf einen Buchstaben. B für Betroffene, A für Angehörige oder P für Professionelles Personal wie Ärzte, Psychologen und Pflegekräfte. Und dann? Mischen sie sich quer durcheinander im Stuhlkreis, werden dadurch irgendwie zum Abbild der Gesellschaft, in der eben manche eine Störung haben, andere sie mit tragen müssen oder wollen und wieder andere da sind, um zu helfen und zu heilen. „Immerhin sind eineinhalb bis zweieinhalb Millionen Menschen in Deutschland von der Erkrankung betroffen“, informiert Micha Gawlik . Er ist neu als Chefarzt bei Helios und am Mittwoch zum ersten Mal beim Hildburghäuser Trialog vor Ort. Um die 40 Gäste sind dieses Mal gekommen – zum 18. Borderline-Trialog in der Kreisstadt, dem sechsten 2023. Sie kommen aus Hildburghausen und Umgebung oder sind als Patienten stationär in der Klinik.