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Mobilität und Energie

366 Tage, Brücken und das Glück der Pendler

Mehr Freizeit durch gute Brückentags-Planung: Wie Arbeitnehmer nächstes Jahr ihre freien Tage optimieren können. Und warum es Pendler mal wieder besser haben.



Die Herzbuben im Sommer an der Vachaer Brücke zwischen Thüringen und Hessen. Unser Grenzgänger-Tipp: Der Brückentag am 27. Mai 2016. Archiv
Die Herzbuben im Sommer an der Vachaer Brücke zwischen Thüringen und Hessen. Unser Grenzgänger-Tipp: Der Brückentag am 27. Mai 2016. Archiv  

2016 muss aus Sicht der Arbeitnehmer schon mal mehr gearbeitet werden - es ist ein Schaltjahr. Mit Montag, dem 29. Februar, zählt das kommende Jahr 366 statt 365 Tage, um wie alle vier Jahre wieder mal das Kalenderjahr dem Erdumlauf anzugleichen. Auch sonst ist 2016 nicht besonders arbeitnehmerfreundlich: Wie heuer liegen zwei der bundeseinheitlich neun Feiertage, die auf einen Wochentag fallen könnten, an Wochenenden. Der 1. Mai und der 1. Weihnachtsfeiertag verlieren so ihren Charme als freie Tage. Doch mit ein bisschen Planung lässt sich wenig Urlaub rund um Feiertage zu deutlich mehr Freizeit ausbauen. Das gilt vor allem für Thüringer, die in Hessen oder Bayern arbeiten.

 

Januar: Das neue Jahr geht gut los - der erste Tag des Jahres ist ein Freitag, also gleich ein verlängertes Wochenende. Wer im benachbarten Bayern arbeitet, sollte sich auch gleich den 4. und 5. Januar freinehmen. Denn Mittwoch, der 6. Januar ist dort (wie auch in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt) ein Feiertag (Heilige Drei Könige).

 

Februar: Der Wintermonat bietet keinen gesetzlichen Feiertag. Doch in den Karnevalshochburgen steht für Narren die fünfte und für sie schönste Jahreszeit an. So mancher in Wasungen, Viernau, Geisa oder anderswo nimmt die tollen Tage frei - muss aber heuer mit Schnee beim Draußenfeiern rechnen. Die närrische Zeit geht 2016 nämlich ungewöhnlich früh zu Ende: Weiberfastnacht (Donnerstag) ist bereits am 4. Februar, Rosenmontag folglich am 8. Februar. Der Aschermittwoch (10. Februar) läutet die 40-tägige Fastenzeit im christlichen Kirchenkalender ein.

 

März: Dementsprechend fällt das bewegliche Osterfest - der höchste christliche Feiertage - auf Ende März. Dann ruht überall vier Tage lang die Arbeit für die meisten. Von Karfreitag (25. März) bis Ostermontag (28. März) können die Menschen ausspannen. Wer vorher oder anschließend noch vier Tage Urlaub nimmt, hat gleich zehn Tage im Stück frei.

 

Mai: Der Frühlingsmonat eignet sich am besten für Brückenbauer und Urlaubstüftler. Der Mai beginnt zwar aus Arbeitnehmersicht mit einem Fehlstart - der Tag der Arbeit (1. Mai) fällt auf einem Sonntag. Doch schon vier Tage später bietet sich mit dem Freitag nach Christi Himmelfahrt (Männertag 5. Mai) als Brückentag ein Vier-Tage-Wochenende. Wer auch den 2. bis 4. Mai frei nimmt, kommt gleich auf sechs Tage Auszeit. Das Pfingstfest folgt am 15. (Pfingstsonntag) und 16. Mai (Pfingstmontag), ein Drei-Tage-Wochenende. Wer den Rest der Woche vier Tage Urlaub einreicht (17. bis 20. Mai), erreicht eine neuntägige Arbeitspause.

Wer in Hessen oder Bayern arbeitet, kann zehn Tage später schon wieder ein Brückentag-Wochenende einplanen: Fronleichnam (gesetzlicher Feiertag in diesen Bundesländern) fällt auf Donnerstag, den 26. Mai. Einfach Freitag, 27. Mai freinehmen! Ein Trost wenigstens für die die Gastronomen und Händler im feiertagslosen Thüringen: Viele Nachbarn kommen zum Shoppen und Speisen hierher.

 

August: Glüc klich, wer in Seßlach oder in den Kreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Lichtenfels, Kronach, Bamberg oder Hassberge arbeitet: Dort ist Mariä Himmelfahrt (Montag 15. August) ein Feiertag, was den auswärts pendelnden Thüringern einen dritten zusätzlichen freien Tag im Vergleich zu den Daheimgebliebenen beschert - und ein verlängertes Wochenende obendrein. Aber Obacht: Feiertag ist nur in vorwiegend katholischen Gemeinden. Zahlreiche Orte der oben genannten Regionen sind protestantisch und daher normales Werktags-Gebiet, darunter übrigens die Gebiete, die bis 1945 zu Thüringen gehörten.

Eine Karte mit der genauen Feiertags-Gültigkeit finden Sie unter tinyurl.com/bayernpendler

 

Oktober: Die gesamte Republik kann so ein Drei-Tage-Wochenende am Tag der deutschen Einheit genießen. Der 3. Oktober ist ein Montag. Wir Thüringer können so auch den Monat beschließen. Auch der Reformationstag (31. Oktober) fällt auf einen Montag. Dieser Feiertag gilt nur in den fünf ostdeutschen Bundesländern. Ergo kann man den freien Tag auch gut zum Shoppen in Bayern oder Hessen nutzen.

 

November: Wer dachte, die Bayern-Pendler würden in jener Woche leer ausgehen, hat nicht ans katholische Allerheiligen tags drauf (1. November) gedacht. Dieser Dienstag ist nämlich in Bayern (und zu dem in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und NRW). Da eigent sich also der Reformationstag als Brückentag. Nur die Sachsen begehen den (evangelischen) Buß- und Bettag am Mittwoch, 16. November.

Dezember: Weihnachten zeigt sich wie in diesem Jahr für Arbeitnehmer gespalten. Der erste Weihnach tstag (25. Dezember) fällt auf einen Sonntag, der zweite Weihnachtstag (26. Dezember) auf Montag. Wer Heiligabend und Silvester frei haben möchte, muss eiegntlich je nachdem einen oder einen halben Urlaubstag nehmen. Doch beide Tage fallen 2016 auf einen Samstag. Wer also durchgehend vom 24. Dezember bis zum 1. Januar 2017 ausspannen möchte, muss für neun freie Tage nur vier Urlaubstage einplanen.

Autor

Von Kirsten Baukhage & Markus Ermert
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 10. 2015
00:00 Uhr

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Von Kirsten Baukhage & Markus Ermert

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Veröffentlicht am:
28. 10. 2015
00:00 Uhr



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