Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Mobilität und Energie

Produzenten werden zu Dienstleistern

Kaum eine andere Branche verändert sich derzeit so stark wie die Energie-Wirtschaft. Darin steckt sehr viel Potenzial.



Frankfurt am Main - Erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, intelligente Stromnetze und eine neue Generation von Konsumenten stellen das herkömmliche Geschäftsmodell von Energieversorgern infrage. Weltweit rechnen 94 Prozent der Energieversorger mit einer Transformation oder zumindest mit wichtigen Veränderungen der Geschäftsmodelle bis zum Jahr 2030.

Der Wandel birgt große Chancen: Immerhin sehen 82 Prozent der Energieversorger, die traditionell große Kraftwerke betreiben, in der dezentralen Energieerzeugung zum Beispiel mit Solaranlagen oder Blockheizkraftwerken eine Chance. Nur 18 Prozent halten sie für eine Bedrohung. Das geht aus der PwC-Studie Annual Power and Utilities Survey hervor, für die 53 Energieversorger rund um den Globus befragt wurden.

Neben erneuerbaren Energien treten auch neue Energiequellen wie Schiefergas auf den Plan. Diese werden die Verhältnisse auf dem Energiemarkt grundlegend verändern: So wird nach Meinung von 67 Prozent der Befragten die Abhängigkeit von öl- und erdgasreichen Ländern stark sinken. An Bedeutung gewinnt dagegen die Beziehung zwischen Kunden und Energieversorgern: Die Konsumenten treten zum Beispiel mit Solaranlagen nicht nur als Erzeuger in den Markt ein, sie legen auch Wert darauf, ihren Energieverbrauch selbst zu steuern. Daher nennen 61 Prozent der Versorger einen verbesserten Service für ihre Kunden als Ziel.

"Dezentrale Energieerzeugung führt schon jetzt zu einer Verdrängung konventioneller Energieerzeugung und wirkt sich auf die Gewinne der Energieversorger aus", sagt Norbert Schwieters, Industry Leader für Energiewirtschaft bei PwC. Gerade in Europa, wo der Umbau in Richtung erneuerbare Energien und einer dezentralen Energieerzeugung stärker als in anderen Kontinenten vorangetrieben wird, stehen Versorger erheblich unter Druck.

Aber auch weltweit stellt sich die Branche auf den Strukturwandel ein. So rechnen 69 Prozent der asiatischen Unternehmen mit einer grundlegenden Transformation der Geschäftsmodelle, während davon in Europa nur 46 Prozent und in Nordamerika 40 Prozent ausgehen. Energieversorger stellen sich auf den dramatischen Wandel ein: Ein Drittel der Befragten möchte die Kostenstruktur verändern und die Effizienz um mehr als 20 Prozent verbessern.

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
17. 10. 2015
00:00 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Energiewirtschaftsunternehmen Geschäftsmodelle HCS Mobilität und Energie Produzenten Solaranlagen Versorgungsunternehmen Wirtschaftsbranche Energieerzeugung und -Versorgung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
### Titel ###

17.10.2015

"Entscheidend ist die Effizienz"

Sie gilt als Deutschlands Top-Expertin für Energie: Claudia Kemfert. Im Interview spricht die Professorin über Stromtrassen, Fracking und die umstrittene EEG-Umlage. » mehr

Die drei von der Tankstelle der Zukunft: Elke Bouillon und Frank Schnellhardt (rechts) von der Innovationsberatung Innoman bringen das nötige Know-how in der Projektführung und der Beschaffung von Förmdermitteln ein. Martin Eibl lieferte mit seinem Team von HKW das Kästchen, das Ladesäulen für Elektroautos mit dem Stromnetz kommunizieren lässt - für sicheres, schnelles und günstiges Laden.

20.10.2015

Die intelligente Ladung für die Autos der Zukunft

Das Thüringer Konsortium Smart Mobility arbeitet an Produkten, die den Autofahrern den Umstieg auf Elektroautos erleichtern sollen. Intelligente Ladestationen sind da nur ein Baustein. » mehr

Ein Kern aus Keramik, gefüllt mit Natrium-bi-Aluminat, ist das Geheimnis der Hochtemperaturbatterien, an denen die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts in Hermsdorf arbeiten. Noch werden sie von Hand befüllt, doch schon bald soll eine Serienproduktion möglich sein. Zum Beispiel von Energiespeichern für den heimischen Keller. Fotos: Fraunhofer IKTS

21.10.2015

Das Ziel: Die Batterie im Keller und 1000 Kilometer Reichweite

Elektroautos fehlt es an Reichweite und Batterien für den Keller sind zu teuer. Das Fraunhofer- Institut in Hermsdorf arbeitet daran, Lösungen für beide Probleme zu finden. » mehr

Energiesparen durch Vernetzung

24.10.2015

Energiesparen durch Vernetzung

Unternehmer Matthias Gemeinhardt spricht über den Wunsch der Bürger nach autarker Versorgung. Und er weiß, wie Verbraucher mit relativ einfachen Mitteln ihren Verbrauch reduzieren können. » mehr

Der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben antwortet im Münchner NSU-Prozess bereitwillig auf Fragen des Gerichts.

14.01.2016

Wohlleben: "Ich wollte keine Waffe besorgen"

Anders als Beate Zschäpe lässt sich der mutmaßliche NSU-Helfer Ralf Wohlleben im Terror-Prozess befragen. » mehr

NSU Prozess Anwaelte

10.11.2015

NSU-Prozess stockt - Zschäpes Alt-Verteidiger beantragen Entlassung

München - Vor der angekündigten Aussage der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe ist der NSU-Prozess erheblich ins Stocken geraten. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Der Verhocktenumzug zum Abschluss der Kirmes in Tiefenort

Verhocktenumzug Tiefenort |
» 25 Bilder ansehen

Grenzgedenkstätte Point Alpha Rasdorf

Point Alpha Gedenkstätte | 20.10.2019 Rasdorf/Geisa
» 14 Bilder ansehen

Baumesse Suhl

Baumesse Suhl | 19.10.2019 Suhl
» 18 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
17. 10. 2015
00:00 Uhr



^