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Wissenschaft

Wolken behindern oft Blick auf Perseiden-Sternschnuppen

Für Sternschnuppen-Freunde sind die Perseiden ein wichtiger Termin. Doch dieses Jahr schmälern verschiedene Besonderheiten die Erfolgsaussichten, das Spektakel in seiner ganzen Pracht zu sehen. Und auch die Wetterprognose für viele Regionen ist durchwachsen.



Sternschnuppen der Perseiden
Sternschnuppen der Perseiden sind am Nachthimmel über Nettersheim in der Eifel zu sehen.   Foto: Oliver Berg

Ein nahezu voller Mond und vielerorts Wolken beeinträchtigen in der Nacht zum Dienstag voraussichtlich den Blick auf die Perseiden. Dann erreicht der Sternschnuppenstrom seinen Höhepunkt.

Gedämpft wird die Vorfreude auch durch weitere Besonderheiten: So liege das eigentliche Maximum tagsüber, erläuterte Carolin Liefke vom Vorstand der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim. Zudem lassen sich die Perseiden insgesamt etwas spärlicher blicken als sonst: Denn die Erde trifft Liefke zufolge diesmal auf ihrer Umlaufbahn nicht so gut die «Staubwolke», aus der sie stammen.

Generell steht in der Nacht zum Dienstag der Mond fast voll am Firmament. Da der Erdtrabant den Himmel stark aufhellt, sieht man nur die besonders intensiven Sternschnuppen. Der Mond versinkt erst deutlich nach 3.00 Uhr (MESZ) am Horizont.

Die besten Chancen für einen freien Blick aufs Firmament gebe es in einem breiten Streifen von Baden Richtung Nordosten, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag. Auch um Nord- und Ostsee gebe es gute Chancen. Allerdings könnten in beiden Bereichen hohe Schleierwolken die Sicht beeinträchtigen. Wegen dichter Wolken stehen die Chancen dagegen im Südosten eher schlecht. Und auch im Westen könnte die Sicht behindert sein: Dort soll in der Nacht ein Regengebiet aufziehen.

Die Perseiden haben ihren Namen daher, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Ursache für das Phänomen sind Teilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn diese «Staubwolke». Wenn die Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eindringen, kommt es zu den Leuchtspuren. Sie werden im Volksmund auch Laurentius-Tränen genannt - nach dem im 3. Jahrhundert nach Christus gestorbenen Märtyrer.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
09:23 Uhr

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