Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wissenschaft

Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns: Embryos erzeugt

Forscher haben einen wichtigen Schritt zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns gemacht. Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung erzeugten sie zwei Embryonen, die helfen sollen, das Überleben der vom Aussterben bedrohten Unterart zu sichern.



Breitmaulnashorn
Die Nördlichen Breitmaulnashorn-Weibchen Fatu und Najin werden nach dem Grasen in ihrem Gehege von den Rangern zurückgetrieben.   Foto: Ben Curtis/AP

Die Wissenschaftler unter anderem des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) hatten dazu kürzlich in Kenia Eizellen von den zwei letzten überlebenden Tieren entnommen und nach Italien gebracht. Diese hatten sie mit Sperma bereits verstorbener Bullen befruchtet. Die erfolgreiche Befruchtung teilten am Mittwoch das IZW und das Labor Avantea in Cremona in Italien mit.

«Die Embyronen werden nun in flüssigem Stickstoff gelagert, um in der Zukunft in eine Leihmutter überführt zu werden», hieß es. Dies wird voraussichtlich ein Weibchen der verwandten Unterart des Südliches Breitmaulnashorn sein. «Das gesamte Team entwickelt und plant diese Verfahren seit Jahren», sagte Thomas Hildebrandt vom Leibniz-IZW.

Nach dem erfolgreichen Herstellen der Embryonen mahnte allerdings Richard Vigne vom Wildtierreservat Ol Pejeta in Kenia, wo die letzten Weibchen leben: «Wir haben einen sehr langen Weg vor uns». Das Projekt wird unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Einst zogen Nördliche Breitmaulnashörner in großer Zahl durch Ost- und Zentralafrika, sie wurden aber vor allem durch die Wilderei ausgerottet. Das letzte Männchen der Unterart, Sudan, starb im vergangenen Jahr in Ol Pejeta. Die Nachricht vom Tod des Tieres ging um die Welt.

Parallel zur künstlichen Befruchtung arbeiten Forscher auch an Stammzelltechniken, um aus erhaltenen Nashorn-Körperzellen Spermien und Eizellen zu züchten. Denn nur so könnte man eine genetische Vielfalt herstellen, die für den Aufbau einer Population groß genug wäre.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
16:21 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Embryonen Forschung Künstliche Befruchtung Spermien Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Rettung von Nashorn-Unterart

26.08.2019

Rettung vom Nördlichen Breitmaulnashorn: Eizellen befruchtet

Bei der Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns haben Forscher die zuvor entnommenen Eizellen künstlich befruchtet. » mehr

Sumatra-Nashorn

01.10.2019

Malaysia will Sumatra-Nashörner retten

Mit künstlicher Befruchtung will Malaysia seine Sumatra-Nashörner vor dem Aussterben retten. Wissenschaftlern gelang es nach Presseberichten, dem letzten weiblichen Tier des Landes namens Iman eine Eizelle zu entnehmen. » mehr

Künstliche Befruchtung

04.06.2019

Forscher empfehlen Erleichterungen für Kinderwunschpaare

Rein rechnerisch sitzt in jeder Schulklasse in Deutschland ein Kind, das sein Leben einer künstlichen Befruchtung verdankt. Es könnten womöglich noch mehr sein, wenn neuere Methoden auch in Deutschland angewendet werden ... » mehr

Nordpolarmeer

04.10.2019

«Polarstern» findet Eisscholle für Drift durch die Arktis

Die Arktis-Expedition der «Polarstern» hat ihre erste große Aufgabe gemeistert und einen geeigneten Ort für die Drift durch die Arktis gefunden. Für die Forscher war es ein Wettlauf mit der Zeit. » mehr

Biber

22.09.2019

Mega-Projekt zur Verbreitung von Säugetierarten in Europa

Wo genau leben die etwa 270 Säugetierarten, die es in Europa gibt? Ein Projekt erforscht ihre Verbreitung in 42 Ländern. Die Karten sollen auch zeigen, wie sich Bestände verändert haben. » mehr

Hirnforscher Birbaumer

19.09.2019

Forschungsgemeinschaft sperrt Hirnforscher Birbaumer

Der bekannte Tübinger Hirnforscher Niels Birbaumer hat Daten gefälscht, um in einer Studie bahnbrechende Ergebnisse zu erzielen. Das meint zumindest die Deutsche Forschungsgemeinschaft und sperrt ihn. Birbaumer räumt das... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Neues Löschfahrzeug in Crock

Neues Löschfahrzeug Crock |
» 5 Bilder ansehen

Unfall Schnee Laster Bedheim Bedheim

Laster-Unfall Bedheim | 11.12.2019 Bedheim
» 31 Bilder ansehen

Hubschrauber-Säge Baumbeschneidung Sonneberg Sonneberg

Baumfällarbeiten Sonneberg | 09.12.2019 Sonneberg
» 37 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
16:21 Uhr



^