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Wissenschaft

Raumfrachter «Cygnus» bringt Experimente zur ISS

Alexander Gerst, Deutschlands Mann im All, hat gut zu tun. Zwei Frachtraumschiffe bringen Nachschub für wissenschaftliche Versuche. Auch der Termin für Gersts Ablösung steht fest.



Cygnus erreicht die ISS
Ein von ESA-Astronaut Alexander Gerst auf Twitter verbreitetes Foto zeigt den Frachter «Cygnus» nach dem Ankoppeln an die ISS.   Foto: ESA/Alexander Gerst

Nach zweitägigem Flug durchs All hat der Frachter «Cygnus» die Internationale Raumstation ISS erreicht. 

Der deutsche ISS-Kommandant Alexander Gerst und die US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor koppelten die unbemannte Kapsel am Montag mithilfe eines Roboterarms an, wie die US-Raumfahrtagentur Nasa mitteilte. An Bord befanden sich 3500 Kilogramm Nachschub, darunter Material für mehrere neue und laufende Experimente.

Am Sonntag war bereits Nachschub mit einem russischen Progress-Frachtraumschiff an der ISS eingetroffen. Den nächsten bemannten Raketenstart setzte die russische Raumfahrtbehörde endgültig auf 3. Dezember fest. Dann sollen sich die US-Astronautin Anne McClain, der Kanadier David Saint-Jacques und der Russe Oleg Kononenko auf den Weg ins All machen. Sie werden Gerst und seine Crew ablösen, deren Rückkehr für den 20. Dezember geplant ist.

Es wird der erste bemannte Start nach dem gescheiterten Versuch vom 11. Oktober sein, als die Sojus-Trägerrakete kurz nach dem Abheben vom Weltraumgelände Baikonur versagt hatte. Zwei Raumfahrer konnten sich damals unverletzt retten.

Die Ladung von «Cygnus» enthält einen 3D-Drucker, der Abfall recyceln kann. Das Gerät soll es ermöglichen, Werkzeuge und Ersatzteile auf der ISS herzustellen und später wieder zu entsorgen. Dadurch will die Nasa teure Versorgungsflüge von der Erde zur Station einsparen. Zudem lieferte «Cygnus» einen Versuch zur Analyse von Proteinen an, die eine Rolle bei der Parkinson-Krankheit spielen.

Ein anderes Experiment soll die Bedingungen simulieren, die herrschten, als sich im Universum die ersten Sonnensysteme bildeten. Konzipiert wurde der Versuch von Studenten der Universität Frankfurt. Dafür werden in einer Glaskammer Staubpartikel mit Blitzen beschossen, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilte. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten und Monden. 

«Cygnus» war am Samstag von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia mit einer Antares-Rakete gestartet. Der Abflug war zuvor mehrmals wegen schlechten Wetters verschoben worden. 

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dpa

dpa

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19. 11. 2018
18:02 Uhr

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19. 11. 2018
18:02 Uhr



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