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Wissenschaft

Perlenkette aus Satelliten am Himmel zu sehen

Ein kurioses Phänomen irritiert derzeit wieder viele Menschen beim Blick zum Firmament. Über den Nachthimmel ziehen einige helle Pünktchen.



Lichterkette am Nachthimmel
Zwei «Starlink»-Satelliten sind als Lichtstreifen am Nachthimmel zu sehen.   Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Helle Lichter, aufgereiht wie an einer Perlenkette, sind derzeit wieder am Abendhimmel über Deutschland zu sehen. Die ungewöhnliche Formation sorgt vielerorts für Irritationen.

«Es sind eng hintereinander fliegende Satelliten», hieß es von der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Das Phänomen ist noch einige Tage lang zu beobachten.

Die Satelliten gehören zum «Starlink»-Projekt des US-Unternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Die Satelliten sind nach dem Start relativ eng beieinander, sehr niedrig und deswegen sehr auffallend für gelegentliche Beobachter. Auch aufgrund des derzeit klaren Himmels seien sie momentan so gut sichtbar, hieß es von der Esa. Am besten geeignet für die Beobachtung seien die ersten ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang. Dann reflektiere die Oberfläche der Satelliten das restliche Sonnenlicht.

Über Frankfurt zeigt sich die Satelliten-Schlange demnach auch frühmorgens. Zu sehen sind die Flugkörper unter anderem auch über Berlin, Süddeutschland, Nordhessen und dem Rhein-Gebiet. Über die Internetseite findstarlink.com ist abrufbar, wo und wann sich das Phänomen beobachten lässt.  

Bereits mehrfach wurden Satelliten für das Projekt «Starlink» ins All geschossen und waren über Deutschland als Lichterkette am Nachthimmel zu sehen. Die Objekte werden wie andere Satelliten oder die Internationale Raumstation (ISS) auch durch die Sonne angestrahlt und leuchten dann. Die Perlenketten-Struktur löst sich mit der Zeit auf.

Insgesamt sollen für «Starlink» 12 000 oder mehr Satelliten ins All geschossen werden. Ziel des milliardenschweren Programms ist es, sowohl entlegene Gebiete als auch Ballungszentren mit schnellem und preiswertem Breitband-Internet zu versorgen.

Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. Sie sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen und im Vergleich zu klassischer Satelliten-Kommunikation deutlich kürzere Verzögerungszeiten bieten. Astronomen kritisieren, dass irgendwann mehr Satelliten als Sterne am Nachthimmel zu sehen sein könnten.  

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
21. 04. 2020
17:06 Uhr

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21. 04. 2020
17:06 Uhr



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