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Wissenschaft

«Ocean Cleanup»: Erster Plastikmüll im Pazifik eingesammelt

Nach einer einjährigen Testphase hat der Plastikmüll-Fänger der Organisation «The Ocean Cleanup» nun im Pazifik erste Erfolge erzielt.



Plastikmüll-Fänger «Ocean-Cleanup»
Ein Abfallsammelgerät aus dem Projekt «The Ocean Cleanup» schwimmt auf seinem Weg zum Einsatzort im Pazifischen Ozean in der Bucht von San Francisco. Foto (Archiv): Barbara Munker   Foto: Barbara Munker

Das System treibe Plastikmüll zusammen und sammele diesen ein, teilte der Initiator und Leiter der Organisation, der Niederländer Boyan Slat, in Rotterdam mit. «Unser Ziel ist erreichbar.»

Das System habe Müll und industrielle Fischernetze, aber auch Mikro-Plastik eingefangen. Die technischen Probleme, die Ende vergangenen Jahres zunächst zu einem vorzeitigen Abbruch des Einsatzes geführt hatten, wurden nach Angaben der Initiatoren behoben. Das Projekt wird von Unternehmen, Universitäten und auch der niederländischen Regierung unterstützt. Ziel ist es, die Ozeane vom Plastikmüll zu säubern.

Vor etwa einem Jahr war die Anlage von San Francisco aus zum sogenannten Great Pacific Garbage Patch (dt. Großer Pazifischer Müllteppich) geschleppt worden, der zwischen Kalifornien und Hawaii gelegen ist. In diesem Strömungswirbel sollen sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1,8 Billionen Plastikteile sammeln. Dann gab es einen Rückschlag: Die Anlage konnte den Müll nicht festhalten und musste Anfang dieses Jahres beschädigt wieder an Land geschleppt werden. Nun sei die Anlage mit einem See-Anker verlangsamt worden, so dass das schneller schwimmende Plastik in die Fangarme treiben könne.

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll in dem U festhalten soll. Das System nutzt nach Angaben der Organisation die natürlichen Kräfte des Strömungswirbels.

Die erste Phase der Aktion soll im Dezember beendet sein. Dann würde die Anlage mit dem Plastikmüll zurück gebracht werden. An Land soll der Müll dann weiter verarbeitet werden. Die Organisation will nun ein neues größeres System bauen, das den eingesammelten Müll auch für längere Zeit aufnehmen und festhalten kann.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 10. 2019
08:34 Uhr

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03. 10. 2019
08:34 Uhr



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