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Wissenschaft

Nasa stellt Raumanzug für kommende Mondmissionen vor

Lustig sah es schon aus, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit ihren Anzügen auf der Mondoberfläche herumgehüpft sind. Zeitgemäß wäre es heute nicht mehr. Mit neuen Raumanzügen sollen es die nächsten Mondmenschen etwas leichter haben.



Nasa stellt neue Raumanzüge für künftige Mondspaziergänge vor
Kristine Davis und Dustin Gohmert tragen die Prototypen neuer Raumanzüge. Der Druckanzug für Außeneinsätze, der in seinen rot-weiß-blauen Farben ein wenig an die US-Flagge erinnert, sei eine verbesserte Version der bisher bei Außeneinsätzen im All getragenen Anzüge.   Foto: Kevin Wolf/AP/dpa

In fünf Jahren sollen sie wieder auf dem Mond stehen: US-Amerikaner und erstmals auch eine US-Amerikanerin. Für das neue ambitionierte Artemis-Programm hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Prototypen neuer Raumanzüge vorgestellt.

«Wir müssen lernen, wie wir auf einer anderen Welt für lange Zeiträume leben und arbeiten können. Dafür, liebe Freunde, brauchen wir Raumanzüge», sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine am Dienstag (Ortszeit) in Washington.

Der Prototyp erinnert mit den rot-weiß-blauen Farben wahrscheinlich nicht nur zufällig an die US-Flagge. Mit ihm soll das etwas schwerfällige Rumgehopse der Apollo-Astronauten endgültig Geschichte werden. Hochentwickelte Materialien und neue Gelenklager sollen die zukünftigen Mondfrauen und -männer beweglicher machen. Ab sofort können sie die Hüfte drehen, die Knie besser beugen und auf Schuhen mit flexiblen Sohlen laufen. «Jetzt werden wir auf dem Mond tatsächlich richtig gehen können. Das ist ein großer Unterschied zu unseren früheren Anzügen», sagte Bridenstine.

Mit dem Anzug sollen für den Menschen Umgebungstemperaturen von -157 Grad bis zu +121 Grad auszuhalten sein, zumindest im Vakuum. «Wenn wir auf den Mars fliegen, dann brauchen wir eine neue Isolierung, denn dort gibt es eine Atmosphäre», erklärte Amy Ross, Nasa-Ingenieurin für Raumanzüge. Das sei aber kein Problem. Denn der ganze Anzug sei modular gestaltet. Dasselbe Kernsystem ist für die Internationale Raumstation ISS, einer künftigen Raumstation in einer Mondumlaufbahn, für die Mondoberfläche oder für den Mars geeignet, wie es heißt.

Am Rande stellte die Nasa einen zweiten, orangefarbenen Anzug vor. Der Orion-Überlebensanzug soll dem Schutz der Astronauten bei Starts oder Notsituationen dienen. Bevor Menschen mit den Anzügen auf dem Mond landen, will die Nasa sie unter anderem auf der ISS testen.

Die Amerikaner wollen bis 2024 wieder auf dem Mond landen und ihn als Sprungbrett zum Mars nutzen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte noch im Sommer: «Die nächsten Männer und die erste Frau auf dem Mond werden Amerikaner sein. Wir werden Wochen und Monate auf der Mondoberfläche verbringen», kündigte er an. «Dieses Mal werden wir bleiben.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
13:55 Uhr

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dpa

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16. 10. 2019
13:55 Uhr



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