Lade Login-Box.
Corona Newsletter
Topthemen: Coronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf Instagram

Wissenschaft

Lange Wartezeiten bei Tests auf Coronavirus

Wer sich auf das Coronavirus testen lässt, muss einige Zeit auf das Ergebnis warten. Aber vielerorts dauert es auch, bis der Test überhaupt durchgeführt werden kann.



Coronavirus-Test
Abstrich werden im Labor auf das neuartige Coronavirus getestet.   Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Bürger, die sich auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen, müssen in Deutschland mancherorts Geduld mitbringen. An einigen Orten sind die Labore überlastet, was zu langen Wartezeiten bis zum Vorliegen des Testergebnisses führt, wie es aus verschiedenen Bundesländern hieß.

So müssen etwa getestete Menschen in Hannover der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zufolge bis zu zwei Tage auf ein Ergebnis warten. In Bayern sind es laut der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) fünf bis sieben Tage.

Gleichzeitig berichten Menschen unter anderem bei Twitter von teilweise langen Schlangen vor Testzentren in verschiedenen Städten. Eine Frau erzählt von chaotischen Zuständen und langen Wartezeiten in der Teststation eines Berliner Krankenhauses.

In Bayern nimmt der mobile Fahrdienst der KVB derzeit nach eigenen Angaben täglich bei etwa 1700 Menschen Abstriche für Tests auf das Coronavirus. Sie würden in Labore gebracht, die jedoch völlig überlastet seien. «Die Kapazitäten sind erschöpft», hieß es.

In niedersächsischen Laboren werde Material für Coronavirus-Tests knapp, sagte ein Sprecher der KVN. Nachschub zu bestellen sei angesichts der weltweiten Nachfrage schwierig.

In Sachsen können nach Angaben von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) derzeit 1400 Corona-Tests am Tag durchgeführt werden. Das seien 500 mehr als in der letzten Woche. In den nächsten Tagen sollen die Kapazitäten demnach verdoppelt werden. In Berlin haben laut Gesundheitsverwaltung derzeit sieben Labore eine Kapazität von 2000 Tests pro Werktag. An einer Ausweitung werde gearbeitet.

Bundesweit liegen die Testkapazitäten laut dem Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bei etwa 160 000 pro Woche. Sie seien noch weiter zu steigern, zum Beispiel unbürokratisch mit Hilfe des Bereichs Tiermedizin. Das sei möglich, da solche Labore etwa durch die Blauzungenkrankheit auf die Testmethode eingestellt seien.

Getestet werden sollen nach Kriterien des RKI nur Patienten, die Symptome haben und in einem der Risikogebiete waren oder in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten. Bei diesen Menschen sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie tatsächlich mit Sars-CoV-2 infiziert sind.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Dienstag um Geduld und Verständnis für Wartezeiten bei Info-Hotlines und Testergebnissen gebeten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 03. 2020
16:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Blauzungenkrankheit Bundesgesundheitsminister CDU Infektionskrankheiten Infektionspatienten Jens Spahn Patienten Petra Köpping Robert-Koch-Institut SPD Twitter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Intensivstation

08.01.2020

Mehr Tote durch Borna-Infektionen in Deutschland als bekannt

Lange war die Borna-Krankheit nur von Nutztieren bekannt. Nun bestätigen neue Nachweise: Auch beim Menschen sorgt das Virus in Deutschland für Todesfälle. Besonders hoch könnte das Risiko für Katzenhalter sein. » mehr

Coronavirus

02.04.2020

Robert Koch-Institut ändert Einschätzung zu Mundschutz

Knappes Gut, hilfreiches Accessoire oder Pflichtkleidungsstück - über Masken wird in der Corona-Krise immer wieder diskutiert. Aber was nutzen die einzelnen Maskentypen? » mehr

Singapur

25.03.2020

Wie Hunderttausende Corona-Fälle verhindert werden könnten

Schulschließungen, Home Office und Quarantäne können die Ausbreitung des Coronavirus stark bremsen, so eine Studie. Am besten funktionieren die Regelungen in Kombination. » mehr

WHO: Zu wenig Fortschritte bei Kampf gegen Tuberkulose

24.03.2020

WHO: Zu wenig Fortschritte bei Kampf gegen Tuberkulose

Alles spricht vom neuen Coronavirus, dagegen ist die Infektion, an der weltweit die meisten Menschen sterben, uralt. Viel versprochen, wenig gehalten, konstatiert die WHO zum Welttuberkulosetag. » mehr

Apotheke

19.03.2020

Mit Hochdruck gesucht: Medikament gegen Corona-Erkrankung

Das Coronavirus lähmt den Alltag vieler Menschen - und macht einige krank. Noch gibt es kein zielgerichtetes Medikament dagegen. Doch die Forschung hat außerordentlich schnell Fahrt aufgenommen. » mehr

Coronavirus

26.02.2020

Wie hoch ist die Gefahr einer Coronavirus-Ausbreitung?

In Deutschland sind neue Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Die wichtigsten Antworten zu Sars-CoV-2. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Sperrung vor Neustadt am Rennsteig Neustadt am Rennsteig

Sperrung Neustadt am Rennsteig | 23.03.2020 Neustadt am Rennsteig
» 4 Bilder ansehen

Brand in Katzhütte Katzhütte

Brand Katzhütte | 23.03.2020 Katzhütte
» 4 Bilder ansehen

inbound3887575027251749210

#Ichbleibdaheim |
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 03. 2020
16:44 Uhr



^