Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

Wissenschaft

Klimawandel soll das Auftreten von Dürren beeinflussen

Dürreperioden in den letzten Jahrzehnten könnten mit dem menschengemachten Klimawandel zusammenhängen - für diese Vermutung haben Wissenschaftler neue Hinweise gefunden.



Dürre
Vertrocknete Pflanzen auf einem Maisfeld in Brandenburg.   Foto: Patrick Pleul

Für die Zeit von 1900 bis 1949 wiesen sie einen klaren statistischen Zusammenhang zwischen Dürren und dem globalen Temperaturanstieg nach. Von 1950 bis 1975 könnte die Luftverschmutzung die Verbindung verschleiert haben, erläutern die Forscher im Fachmagazin «Nature». Für die Phase danach sei sie wieder erkennbar. Die Analyse der Forscher um Kate Marvel von der Columbia University in New York (USA) basiert auf der Auswertung von Jahresringen von Bäumen.

Andreas Fink vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der nicht an der Studie beteiligt war, erklärt die zeitweise Dämpfung des Temperaturanstiegs vor allem mit Schwefel-Aerosolen. Diese Partikel hätten das einfallende Sonnenlicht verstärkt zurück ins Weltall gestreut. «Diese Schwefel-Aerosole sind im Gegensatz zu CO2 kurzlebig und haben keinen Treibhauseffekt», sagt Fink. Dieser Global Dimming genannte Effekt habe sich Mitte der 1970er-Jahre umgedreht (Global Brightening). Damals seien in Europa und Nordamerika zunehmend Filter in Fabriken und Kraftwerken installiert worden, die viele Schadstoffe, auch den Schwefel, aus Abgasen entfernten.

Die Gruppe um Marvel fand wieder einen statistischen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Dürren ab dem Jahr 1981. Dieser fiel allerdings weniger deutlich aus als für die Zeit von 1900 bis 1949. Das ist für Stefan Hagemann vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht nicht verwunderlich. Dürren seien per Definition selten auftretende Extremereignisse: «Um Trends in diesen seltenen Ereignissen zu untersuchen, braucht man Zeitreihen, die lang genug sind, um eine robuste Statistik für diese Untersuchung zu haben». In einigen Jahren könnte die statistische Sicherheit für diesen Trend demnach wieder deutlicher werden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
13:43 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Columbia University Fachzeitschriften Institute Karlsruher Institut für Technologie Klimaveränderung Kohlendioxid Luftverschmutzung Nature Nordamerika Schadstoffe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Luftverschmutzung

12.03.2019

Schmutzige Luft fordert mehr Todesopfer als Rauchen

Wie viele vorzeitige Todesfälle gehen auf Luftverschmutzung zurück? Mainzer Forscher legen dazu eine neue Analyse vor. Demnach kosten Luftschadstoffe Europäer im Mittel rund zwei Jahre Lebenszeit. » mehr

Lebensmittel

20.05.2019

Fertiggerichte verleiten zum Zugreifen und machen dick

Fertiggerichte schmecken vielen Menschen. Und ein Experiment zeigt: Man isst einfach mehr davon als von unverarbeiteter Nahrung. Die Forscher geben auch mögliche Erklärungen, warum das so ist. » mehr

Kind probiert Quinoa

08.05.2019

Damit du groß und stark wirst - So essen Kinder gesünder

Doppelt hält besser. Forscher haben untersucht, wie Eltern ihren Kindern gesundes Essen schmackhaft machen können. Dafür sind mindestens zwei Faktoren wichtig. » mehr

Gletscher

12.02.2019

Forscher: Gletschervolumen war zu hoch geschätzt

Das Volumen der meisten Gletscher ist einer neuen Studie zufolge kleiner als bislang angenommen. Das habe Auswirkungen auf die Süßwasserversorgung, schreiben die Autoren. » mehr

Kinderkrankenhaus in China

11.02.2019

Künstliche Intelligenz für Diagnosen in der Kindermedizin

Systeme mit Künstlicher Intelligenz könnten künftig Kinderärzte unterstützen und auch bei Erwachsenen seltene Erbkrankheiten erkennen. Allerdings müssen dazu genügend Daten zur Verfügung stehen. » mehr

«InSight»

24.04.2019

«InSight» hat wohl erstmals Mars-«Beben» aufgezeichnet

Die seit November auf dem Mars befindliche Nasa-Sonde «InSight» hat wahrscheinlich erstmals Geräusche eines Bebens auf dem Roten Planeten eingefangen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

25. Feuerwehr-Jugendleistungsmarsch in Eisfeld Eisfeld

25. Jugendleistungsmarsch | 25.05.2019 Eisfeld
» 11 Bilder ansehen

Schmalkalden feiert „Am Walperloh“ - Mit dem Schweizer Star-DJ Antoine Schmalkalden

Prachtparade Schmalkalden | 24.05.2019 Schmalkalden
» 20 Bilder ansehen

Fridays for Future

Fridays-Demo-MGN |
» 18 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
13:43 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".