Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

Wissenschaft

Dreizähniges Knabenkraut ist die Orchidee des Jahres 2019

Die Auswahl der Orchidee des Jahres 2019 zeigt, was gezielte Unterstützung und Rücksichtnahme für gefährdete Arten tun kann. Denn sie ist inzwischen zumindest ein bisschen weniger gefährdet als ähnliche Pflanzen, sagen Fachleute.



Orchidee des Jahres
Das Dreizähnige Knabenkraut ist überwiegend in Mitteldeutschland verbreitet, vor allem im nördlichen Hessen und in Thüringen.   Foto: Arbeitskreis Heimische Orchideen

Das Dreizähnige Knabenkraut ist die Orchidee des Jahres 2019. Die Vorstände des Arbeitskreises heimischer Orchideen der Bundesländer kürten die auch als Orchis tridentata oder Neotinea tridentata bekannte Pflanze im thüringischen Arnstadt.

Sie ist überwiegend in Mitteldeutschland verbreitet, vor allem im nördlichen Hessen und in Thüringen. Magere Halbtrockenrasen auf Kalkböden bilden für sie die Lebensgrundlage, hieß es in einer Mitteilung der Arbeitskreises.

Der Name des Dreizähnigen Knabenkrauts lässt sich auf die Blütenform mit dreilappigen Blütenlippen zurückführen. Die geruchlosen Einzelblüten variieren farblich zwischen weiß, rosa, hellviolett und sogar purpurrot. Außerdem finden sich darauf viele dunkelrot gefärbte Punkte. «In einzelnen Biotopen können gleich mehrere 1000 Pflanzen gleichzeitig einen beeindruckenden Blütenteppich bilden», hieß es weiter. Die Art kann zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch wachsen.

Mit der Auswahl der Orchidee des Jahres will der Arbeitskreis den rund 60 in Deutschland heimischen wilden Orchideenarten mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Die Naturschützer setzen sich für den Erhalt der Lebensräume der Orchideen und Artenvielfalt ein. Orchideen gelten hierzulande als bedroht, etwa weil sich Umweltbedingungen verändern.

Auch das Dreizähnige Knabenkraut ist in Deutschland gefährdet. Seine Situation habe sich inzwischen aber etwas stabilisiert, sagen die Fachleute. In den Hauptverbreitungsgebieten Hessen und Thüringen sei der Art etwa zu Gute gekommen, dass dortige Vorkommen gezielt gepflegt werden könnten. Dabei gehe es etwa darum, die Flächen regelmäßig zu mähen, dort Schafe im richtigen Maß weiden zu lassen und zu verhindern, dass allzu viele Sträucher wachsen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
20. 10. 2018
13:45 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Artenvielfalt Drohung und Bedrohung Experten Naturschützer Orchideen Schafe Sträucher Umweltbedingungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Bienenfresser

27.12.2018

Verlierer und Gewinner im Tierreich 2018

Die Rote Liste hat sich in den vergangenen Jahren um etliche bedrohte Arten verlängert. Ist der Trend unaufhaltsam? Es scheint so. Aber Experten sehen auch Grund zur Hoffnung. » mehr

Mufflons - den Wildschafen droht das Aus

17.04.2019

Wildschafe fallen Wölfen zum Opfer

Die Mufflons östlich von Lüneburg sind weg, es war das älteste deutsche Vorkommen der in ihrer ursprünglichen Heimat selten gewordenen Tiere. Zu ihrem Ende hat eine besondere Eigenart der Wildschafe beigetragen, die sie ... » mehr

«Sir Freddie»

17.03.2019

Wohl weltälteste Spermien schwängern Schafe nach 50 Jahren

Der eingefrorene Samen von Merinoschafböcken ist auch nach 50 Jahren noch nutzbar. Das fanden Forscher in Australien heraus, die 56 Merinoschafe mit Sperma aus dem Jahr 1968 besamten. » mehr

Meng Meng

08.04.2019

Menschen helfen bei Panda-Fortpflanzung nach

Wenn Pandas eine Familie gründen wollen, ist die Zeit knapp. Weibchen sind nur einmal im Jahr fruchtbar. Bei Meng Meng im Berliner Zoo war es jetzt soweit. Experten haben der Natur nun etwas nachgeholfen. » mehr

Neue Flechtenart entdeckt

05.11.2018

Biologin entdeckt in Deutschland neue Flechtenart

Bei der Erfassung der Artenvielfalt in Buchenwäldern des Nationalparks Hunsrück-Hochwald hat eine Biologin eine neue Flechte entdeckt. Einen wissenschaftlichen Namen hat die Art bereits bekommen. » mehr

Scinax ilex

04.01.2019

Ein bedrohter Schatz: Die enorme Frosch-Vielfalt von Ecuador

Ein seltsam geformter Kopf, gelb-grüne Haut: In Ecuadors Regenwäldern leben einzigartige Frösche. Die Tiere interessieren nicht nur Biologen - auch für die Medizin können sie von Nutzen sein. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

MDR Jump Dance Night Dermbach Dermbach

MDR Jump Dermbach | 21.04.2019 Dermbach
» 79 Bilder ansehen

Wikinger-Leben Stausee Hohenfelden

Wikinger am Stausee | 21.04.2019 Stausee Hohenfelden
» 35 Bilder ansehen

Brand Schuppen Sonneberg Sonneberg

Brand Schuppen Sonneberg | 22.04.2019 Sonneberg
» 13 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
20. 10. 2018
13:45 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".