Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagtCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

Wie tief wird die Corona-Rezession?

Die ersten Daten sind düster: Die Pandemie bremst die Wirtschaft aus. Aber wie tief geht es runter und wann wieder aufwärts? Eine Frühjahrsprognose aus Brüssel dürfte sehr unsicher ausfallen.



Corona-Rezession
Weil wegen der Corona-Beschränkungen wochenlang Fabriken stillstanden, der Welthandel eingeschränkt und Läden geschlossen waren, häufen sich dramatische Vorhersagen.   Foto: Axel Heimken/dpa

Mitten in der schweren Corona-Wirtschaftskrise legt die EU-Kommission heute ihre Konjunkturprognose vor.

Erwartet werden Annahmen zum Bruttoinlandsprodukt, zur Inflation und zur Arbeitslosigkeit in der Eurozone und der gesamten Europäischen Union. EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni wird die Zahlen präsentieren.

Weil wegen der Corona-Beschränkungen wochenlang Fabriken stillstanden, der Welthandel eingeschränkt und Läden geschlossen waren, häufen sich dramatische Vorhersagen. Die EZB warnte vor einem Einbruch der Konjunktur in der Eurozone um bis zu 15 Prozent. Kommissionsvize Valdis Dombrovskis sagte zuletzt, für die EU insgesamt sei ein Minus von fünf bis zehn Prozent zu erwarten. Befürchtet wird nach den Worten von Sozialkommissar Nicolas Schmit auch ein drastischer Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Die Bundesregierung hat bereits die Frühjahrsprognose für Deutschland 2020 vorgelegt, und auch sie fällt düster aus. Gerechnet wird in der größten Volkswirtschaft der EU für dieses Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent. Nächstes Jahr soll es dafür dann wieder steil aufwärtsgehen.

Die Zahlen für das erste Quartal fallen tatsächlich extrem schlecht aus. Nach Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat ging die Wirtschaftsleistung in der Eurozone in den ersten drei Monaten um 3,8 Prozent zurück. Es ist der stärkste Rückgang im Währungsraum seit Beginn der Erhebungen 1995. Am schlimmsten traf es Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Hier schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auch Italien und Spanien leiden enorm unter der Pandemie und den Folgen.

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten versuchen mit riesigen Summen, die Wirtschaft einigermaßen am Laufen und die Menschen im Job zu halten. Nach Angaben der EU-Kommission sind es insgesamt bisher 3,4 Billionen Euro an Hilfen und Garantien. Debattiert wird nun ein Wiederaufbau-Programm, das für Investitionen nach der Krise nochmals eine Billionensumme mobilisieren soll. Allerdings sind Details umstritten. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen soll bis Mitte Mai einen konsensfähigen Plan vorlegen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 05. 2020
04:00 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Europäische Kommission Europäische Union Europäische Zentralbank Eurostat Eurozone Inflation Kommissar für Wirtschaft und Währung Paolo Gentiloni Präsidenteninnen under Präsidenten der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen Valdis Dombrovskis Wirtschaftsprognosen Währungsräume
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Sommerprognose zur Konjunktur

07.07.2020

EU-Prognose: Corona-Rezession noch tiefer als befürchtet

Auch wenn die Wirtschaft wieder langsam anläuft: Der Schaden der Pandemie war noch größer als gedacht. So hält es die EU-Kommission in ihrer Sommerprognose fest. Und sieht noch weitere Risiken. » mehr

EU-Kommission zur Konjunktur

06.05.2020

EU sieht sich in der schwersten Rezession ihrer Geschichte

Die Corona-Pandemie hat die europäische Wirtschaft zur Vollbremsung gezwungen. Der Schock sei so groß wie nie zuvor seit der großen Depression in den 1930er Jahren, sagt die EU-Kommission. » mehr

Inflation

29.06.2020

Inflation in Deutschland zieht wieder an

Die Verbraucherpreise sind im Juni wieder kräftiger gestiegen. Nach Einschätzung von Volkswirten könnte sich das schon im nächsten Monat umkehren: Dann ist eine Inflation nahe der Nullmarke nicht unwahrscheinlich. » mehr

Jens Weidmann

21.06.2020

Bundesbankpräsident: Tiefpunkt der Krise überwunden

Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft mit Wucht getroffen. Inzwischen scheint das Schlimmste überstanden - meint nicht nur der Bundesbank-Präsident. » mehr

Olaf Scholz

16.03.2020

EU-Staaten wollen Wirtschaftskrise «mit allem» bekämpfen

Die Wirtschaft leidet bereits unter der Epidemie, die Börsen spielen verrückt. Nun zählt es, sagen die EU-Staaten und versprechen «was immer notwendig ist». » mehr

EZB - Christine Lagarde

16.07.2020

EZB hält Leitzins im Euroraum auf null Prozent

Europas Währungshüter kämpfen mit Milliarden gegen die schwere Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie. Jetzt will die EZB die Wirkung erst einmal abwarten. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Montgolfiade Heldburg

Montgolfiade | Heldburg
» 24 Bilder ansehen

Brand Tettau Tettau

Großbrand Tettau | 09.08.2020 Tettau
» 39 Bilder ansehen

Flächenbrand Limbach Limbach

Flächenbrand Limbach | 09.08.2020 Limbach
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 05. 2020
04:00 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.