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Wirtschaft

Verluste im Dax nach Achterbahnfahrt

Am Ende einer wahren Achterbahnfahrt ist der Dax am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Nach herben Einbußen in der ersten Börsenstunde waren die Kurse zunächst immer weiter geklettert.



Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.   Foto: Fredrik von Erichsen

Am frühen Nachmittag lag der Leitindex schließlich mit fast einem Prozent im Plus. Doch mit nachgebenden Kursen an der Wall Street ging es dann auch mit dem Dax im späten Geschäft wieder abwärts. Er schloss 0,52 Prozent niedriger bei 11.412,53 Punkten.

Rückenwind kam zur Wochenmitte von den Ölpreisen, die nach dem jüngsten Rückgang wieder etwas stiegen. Als belastend für den Dax wirkte Beobachtern zufolge dagegen erneut die Eskalation des Haushaltsstreits zwischen Italien und der Europäischen Union. Rom steuert nun auf ein Defizitverfahren zu. In einem nächsten Schritt können finanzielle Sanktionen für das Land folgen. An der Mailänder Börse fielen die Kurse von Staatsanleihen und Aktien.

Der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen enthält, gab am Mittwoch um 0,26 Prozent auf 24.034,35 Punkte nach.

Beim Pharma- und Spezialchemie-Konzern Merck KGaA war es im zuletzt kriselnden Geschäft mit Flüssigkristallen wieder besser gelaufen. Analysten sprachen von starken Resultaten. Merck-Aktien waren mit einem Gewinn von fast 5 Prozent der stärkste Dax-Wert. Bayer-Papiere litten mit minus 3,21 Prozent dagegen erneut unter den zahlreicher werdenden Glyphosat-Klagen in den USA. Sie fielen auf den niedrigsten Kurs seit mehr als sechs Jahren.

Ebenfalls den Rückwärtsgang legten die Wirecard-Aktien nach der Vorlage von Quartalszahlen ein. Sie lagen mit einem Abschlag von rund 5 Prozent am Ende des Dax. Seit dem Rekordhoch von 199 Euro Anfang September summiert sich das Kursminus auf ein Viertel. Analysten bemängelten einen vorsichtigen Gewinnausblick für das Gesamtjahr, waren ansonsten aber voll des Lobes für den Zahlungsdienstleister.

Die Versorger-Papiere von Eon und RWE gehörten mit Gewinnen von 3,39 Prozent und 0,75 Prozent zu den Gewinnern im Dax. Die Autowerte erholten sich: Die Aufschläge reichten von 0,77 Prozent bei Daimler bis zu 1,03 Prozent bei BMW. Börsianer verwiesen auf Berichte, wonach die USA wohl weiterhin keine neuen Importsteuern auf Fahrzeuge einführen wollen.

Die Papiere des Telekomanbieters 1&1 Drillisch kletterten um knapp 7 Prozent an die MDax-Spitze. Mit einem Abschlag von fast 40 Prozent in diesem Jahr gehören sie aber immer noch zu den größten Verlierern im Pool mittelgroßer Werte.

Die Leitindizes in Europa zeigten sich ebenfalls schwach. Der EuroStoxx 50 verlor 0,60 Prozent auf 3205,36 Zähler. Ähnlich stark ging es in Paris mit dem Cac 40 Index abwärts, während die Verluste des Londoner FTSE 100 geringer ausfielen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 140,99 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,09 Prozent auf 160,22 Zähler. Der Euro-Kurs stieg leicht und notierte zuletzt bei 1,1313 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1296 Dollar festgesetzt.

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2018
18:36 Uhr

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