Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

Verbände: Großbritannien droht Arbeitskräftemangel

Die britische Regierung strebt strengere Einwanderungsregeln nach dem Brexit an. Wirtschaftsverbände warnen davor und sehen einen möglichen Fachkräftemangel in einigen Branchen.



Britische Wirtschaft
Britische Wirtschaftsverbänden warnen vor zu hohen Hürden für Zuwanderer. Einige Branchen könnten darunter leiden.   Foto: Gareth Fuller/PA Wire

Nach dem Brexit droht Großbritannien laut Wirtschaftsverbänden ein Mangel an Arbeitskräften.

Die geplanten hohen Hürden für Zuwanderer müssten daher deutlich gesenkt werden, forderte die Vereinigung London First am Mittwoch. Betroffen seien unter anderem das Baugewerbe, der Einzelhandel und Kliniken.

Die Regierung will die Einwanderungsregeln nach dem EU-Austritt deutlich verschärfen und setzt vor allem auf Fachkräfte. Sie sollen offiziellen Empfehlungen zufolge mindestens 30.000 Pfund (gut 33.000 Euro) pro Jahr verdienen. Mehr als 60 Prozent der Stellen liegen der Vereinigung der Wirtschaftsverbände zufolge aber unter der Schwelle. Sie müsse auf 20.000 Pfund gesenkt werden, appelliert London First an die potenziellen Nachfolger von Regierungschefin Theresa May.

Die Organisation spricht sich für weitere Maßnahmen wie Visa-Erleichterungen aus, um Arbeitskräfte anzuwerben. Das Thema Migranten spielte eine große Rolle beim Brexit-Referendum vor drei Jahren, als sich eine knappe Mehrheit für die Trennung von der Europäischen Union aussprach. Viele Bereiche klagen bereits unter Arbeitskräftemangel, darunter die Landwirtschaft.

Haushoher Favorit für Mays Nachfolge ist Ex-Außenminister Boris Johnson. Er will Großbritannien am 31. Oktober aus der EU führen, notfalls auch ohne Austrittsabkommen. Seinem Konkurrenten Jeremy Hunt, dem derzeitigen Außenminister, werden kaum Chancen eingeräumt. Die etwa 160.000 Mitglieder der Konservativen Partei entscheiden per Briefwahl, wer neuer Premiere wird. Das Ergebnis wird kommenden Dienstag verkündet.

Johnson plant die Einführung eines auf Punkten basierenden Einwanderungssystems nach australischem Vorbild. Wer im Vereinigten Königreich arbeiten wolle, soll in Zukunft zum Beispiel schon vor seiner Ankunft einen Job im Land nachweisen und auch Englisch sprechen können. «Wir müssen härter jenen gegenüber sein, die unsere Gastfreundschaft missbrauchen», sagte Johnson kürzlich.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
13:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitnehmer Arbeitskräftemangel Baubranche Boris Johnson Brexit Britische Regierungen Europäische Union Fachkräfte Fachkräftemangel Jeremy Hunt Landwirtschaft Regierungen und Regierungseinrichtungen Regierungschefs Theresa May
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Rezession

12.08.2020

Corona-Krise löst schwere Rezession in Großbritannien aus

Die Corona-Pandemie trifft die britische Wirtschaft voll ins Mark. Nun ist die Rezession amtlich. Es könnte sogar noch schlimmer kommen. » mehr

Tourismus in Barcelona

31.07.2020

Reisewarnung für Teile Spaniens: Barcelona betroffen

Erst vor knapp sechs Wochen wurde die Reisewarnung für Spanien aufgehoben. Jetzt wird sie wegen einer Welle von Neuinfektionen teilweise reaktiviert - ein weiterer Schlag für die Tourismusbranche des Landes. » mehr

Corona-Testzentrum im Flughafen Düsseldorf

29.07.2020

Tourismusbeauftragter: Reisen darf nicht zur Gefahr werden

Flughäfen und Gesundheitsbehörden rüsten sich für zusätzliche Corona-Tests für heimkehrende Urlauber. Auch die Luftverkehrsbranche hofft, dass verlässliche Tests das Vertrauen der Passagiere zurückbringen. » mehr

Heathrow

03.07.2020

Deutsche müssen in England bald nicht mehr in Quarantäne

Mit «Luftbrücken» will die britische Regierung Sommerurlaube ermöglichen und Quarantänemaßnahmen verhindern. Doch die nur für England geltenden Maßnahmen stoßen auf große Bedenken. » mehr

Reise nach England müssen bald nicht mehr in Quarantäne

03.07.2020

Für Deutsche entfällt bei Reise nach England Quarantäne

Mit «Luftbrücken» will die britische Regierung Sommerurlaube ermöglichen und Quarantänemaßnahmen verhindern. Doch die nur für England geltenden Maßnahmen stoßen auf große Bedenken. » mehr

«Luftbrücken» für Urlauber?

25.06.2020

Medien: Britische Urlauber-«Luftbrücken» starten ab 4. Juli

Damit Briten nach einer Urlaubsreise nicht in Quarantäne müssen, plant die Regierung Medienberichten zufolge «Luftbrücken» in sichere Urlaubsländer. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Dachstuhl geht in Flammen auf

Dachstuhlbrand in Sonneberg |
» 28 Bilder ansehen

Unwetter Meiningen 11.08.20 Meiningen

Starkregen in Meiningen | 11.08.2020 Meiningen
» 4 Bilder ansehen

Lkw mit Gülle an Bord kippt um Meiningen

Mit Gülle beladener Lkw kippt um | 11.08.2020 Meiningen
» 24 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
13:07 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.