Lade Login-Box.
Sommerausklang in Südthüringen zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

VW und BMW mit deutlichem Absatzminus

Die Autohäuser geschlossen, die Kunden sitzen zu Hause fest: Für die Autobranche ist die Corona-Krise extrem belastend. Auch wenn das Geschäft im zweiten Quartal nicht komplett kollabierte - die Verkaufszahlen sehen mies aus.



Volkswagen
Die Corona-Pandemie hat VW in den USA schlechte Zahlen beschert.   Foto: picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Die Corona-Pandemie hat den US-Automarkt im zweiten Quartal kräftig ausgebremst - das bekamen auch Volkswagen und BMW zu spüren.

In den drei Monaten bis Ende Juni wurden nur 69.933 Neuwagen mit dem VW-Logo verkauft, wie das Unternehmen am US-Hauptsitz in Herndon, Virginia, mitteilte. Das entspricht einem dicken Absatzminus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete VW einen Verkaufsrückgang um 22 Prozent. Auch die Konzerntochter Audi erlitt einen herben Dämpfer - hier sackte der Quartalsabsatz im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 34 843 Autos ab. Im bisherigen Jahresverlauf sanken die Verkäufe um ein Viertel. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche wurde im zweiten Quartal knapp 20 Prozent weniger Autos los.

Besonders stark unter der Corona-Krise litt der deutsche Oberklasseanbieter BMW. Nur 50.957 Neuwagen der Stammmarke konnten von Anfang April bis Ende Juni an die US-Kundschaft gebracht werden, ein Rückgang um gut 39 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Seit Jahresbeginn sanken die Verkäufe um rund 28 Prozent. Bei der Tochter Mini sah es noch schlechter aus, hier gab es im Quartal einen Rückgang um 42 Prozent und im bisherigen Jahresverlauf um 39 Prozent.

Auch der Rest der Branche musste während des Lockdowns starke Abstriche machen, weil Autohäuser geschlossen wurden und Kunden zu Hause blieben. Beim US-Marktführer General Motors brachen die Verkäufe um 34 Prozent auf 492.489 Autos ein. Fiat Chrysler meldete einen noch stärkeren Rückgang um 39 Prozent auf 367.086 Fahrzeuge, Toyota ein Minus von 35 Prozent auf 398.029 Neuwagen.

Trotz der starken Einbußen blieb der zwischenzeitlich von Analysten befürchtete Kollaps des US-Automarktes aus. Die Hersteller halfen mit starken Rabatten nach, zudem sorgten die US-Konjunkturhilfen dafür, dass die Nachfrage nicht komplett zusammenbrach. Eigentlich herrschte zuletzt Optimismus für eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Doch das dürfte weiterhin stark von der Corona-Pandemie abhängen.

Angesichts steigender Covid-19-Fälle in einigen US-Bundesstaaten gebe es weiterhin das Risiko von Rückschlägen, warnte Expertin Stephanie Brinley vom Marktforscher IHS Markit. «Unter den derzeitigen Umständen wäre es unmöglich, wenn die Autoverkäufe nicht drastisch von dieser Situation betroffen wären.» Die Quartalszahlen einiger Hersteller fehlen noch. Ford etwa will seine Ergebnisse erst am Donnerstag vorlegen, Daimlers Mercedes-Benz USA noch später.

© dpa-infocom, dpa:200702-99-641741/2

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 07. 2020
01:11 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Audi Auto Autobranche Autohäuser BMW Chrysler Fiat General Motors Mercedes-Benz Neuwagen Porsche Produktionsunternehmen und Zulieferer Toyota VW Volkswagen AG
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Tesla

13.07.2020

Branchenschreck: Was ist dran am Tesla-Hype?

Als wertvollster Autohersteller ist Tesla ein Star der Finanzwelt. Aber auch technologisch bekommt das Unternehmen von Elon Musk ein immer größeres Gewicht. Etablierte Anbieter wie Volkswagen, BMW & Co. müssen achtgeben,... » mehr

Daimler legt Diesel-Verfahren in USA bei

15.09.2020

Daimler legt Diesel-Verfahren in USA bei

Seit Jahren hat die US-Justiz den Autobauer Daimler wegen angeblich frisierter Abgaswerte im Visier. Nun gelingt dem Konzern ein Schlussstrich. Der ist teuer und lässt eine zentrale Frage offen. » mehr

VW in den USA

02.04.2020

Krise bremst US-Automarkt aus - auch Volkswagen im Minus

Die Ausbreitung des Coronavirus legt Volkswirtschaften rund um den Globus lahm. Die Autoverkäufe in den USA sind im ersten Quartal bereits stark gesunken, dabei hat der Stillstand erst begonnen. » mehr

Bilanz BMW

18.03.2020

Virus legt die Autoindustrie lahm

Zwei Monate nach dem Einbruch von Autoproduktion und Nachfrage in China droht der Industrie jetzt in Europa und Nordamerika das gleiche Szenario. Wie bereits andere Konzerne müssen auch BMW, Porsche, General Motors, Ford... » mehr

Hafen Emden

04.12.2019

VW legt dank SUV-Boom in USA zu

Die ungebrochen hohe Nachfrage der Amerikaner nach Stadtgeländewagen hat den deutschen Autobauern im November glänzende Absatzzahlen auf dem US-Markt beschert. Das Shopping-Event «Black Friday» und ein zusätzlicher Verka... » mehr

Fiat Chrysler Automobiles

17.06.2020

Brüssel will Fiat-PSA-Deal verschärft prüfen

Die Ankündigung versetzte den Automarkt in Wallung: Fiat Chrysler und die Opel-Mutter PSA wollen sich zum viertgrößten Autobauer zusammenschließen. Doch eine wichtige Sparte sorgt für schwere Bedenken. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall ICE Schafe Schalkau Tunnel Müß

ICE rammt Schafherde | 23.09.2020 Schalkau Tunnel Müß
» 14 Bilder ansehen

2020-09-22

Feuerwehr-Übung Ilmenau | 22.09.2020
» 17 Bilder ansehen

Großbrand Themar Themar

Großbrand Themar | 22.09.2020 Themar
» 57 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 07. 2020
01:11 Uhr



^