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Wirtschaft

USA bleibt wichtigster Einzelmarkt für deutsche Exporte

Der Ton im Handelsstreit wird rauer. Auf die Vereinigten Staaten als Absatzmarkt verzichten können Deutschlands Exporteure freilich nicht. Das zeigen auch die jüngsten Zahlen.



Exporte in die USA
Gefragt sind im Ausland vor allem Maschinen und Kraftfahrzeuge aus deutscher Produktion.   Foto: Armin Weigel

Ungeachtet aller Störfeuer der Regierung von US-Präsident Donald Trump sind die USA weiterhin wichtigster Einzelmarkt für Deutschlands Exporteure.

In die Vereinigten Staaten gingen im vergangenen Jahr Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 113,5 Milliarden Euro und damit 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Gefragt sind im Ausland vor allem Maschinen und Kraftfahrzeuge aus deutscher Produktion. Doch nach dem Rekordjahr 2018 mit Ausfuhren im Gesamtwert von fast 1318 Milliarden Euro trüben sich die Aussichten ein.

Die Abkühlung der Weltkonjunktur belastet ebenso wie die vor allem von den USA angeheizten Handelskonflikte. Es drohen sogar US-Sonderzölle auf Autos aus europäischer Produktion.

Somit wird ein stabiler Heimatmarkt immer wichtiger. Die in Summe meisten Ausfuhren liefern deutsche Firmen seit Jahren mit Abstand in Partnerländer der Europäischen Union. Im Jahr 2018 exportierten deutsche Unternehmen nach Angaben der Wiesbadener Behörde Waren im Gesamtwert von 778,6 (2017: rund 749,9) Milliarden Euro in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten. Das waren fast 60 Prozent der gesamten deutschen Exporte.

Wichtigster Absatzmarkt innerhalb der EU war erneut Frankreich: Dorthin lieferten deutsche Firmen im vergangenen Jahr Waren im Gesamtwert von 105,3 Milliarden Euro und damit fast genauso viel wie ein Jahr zuvor (rund 105,7 Mrd Euro). In der Gesamtstatistik verteidigte das Nachbarland als Exportziel Rang zwei hinter den USA.

Drittwichtigster Einzelmarkt für deutsche Exporteure ist China. Die Ausfuhren nach China stiegen binnen Jahresfrist von 86,1 Milliarden Euro auf 93,1 Milliarden Euro. Zugleich ist das Riesenreich in Asien Deutschlands wichtigste Bezugsquelle für Importe: Waren im Wert von rund 106,2 Milliarden Euro und damit 4,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor wurden 2018 aus China nach Deutschland eingeführt.

Gemessen am gesamten Handelsvolumen - also Exporte plus Importe - ist China seit nunmehr drei Jahren Deutschlands wichtigster Handelspartner. Insgesamt erreichte das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern einen Wert von rund 199,3 Milliarden Euro. In dieser Rangliste liegen die Niederlande auf Platz zwei mit einem Warenverkehr in Höhe von 189,4 Milliarden Euro, gefolgt von den USA mit 178,0 Milliarden Euro Handelsvolumen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2019
13:44 Uhr

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18. 02. 2019
13:44 Uhr



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