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Wirtschaft

US-Strafzölle: EU beschließt neue Maßnahmen gegen Washington

Mitten in der Corona-Krise tobt der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter. Brüssel antwortet auf Strafzölle von Washington mit ähnlichen Maßnahmen. Diesmal geht es um Sachen wie Spielkarten und Feuerzeuge.



US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium
Reste von glühenden Stahlsträngen: Die US-Strafzölle auf die Stahl- und Aluminium-Importe der EU-Länder traten ab dem 8. Februar in Kraft.   Foto: Christian Charisius/dpa

Als Antwort auf neue US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium-Exporte verhängt die Europäische Union zusätzliche Zölle auf Produkte wie Spielkarten, Feuerzeuge und Plastikabdeckungen für Möbel.

Dies teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die Maßnahme sei genau proportional zu der US-Entscheidung vom 8. Februar.

Damals hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump die 2018 verhängten Stahl-Zölle ausgeweitet. Damit wurden Sonderabgaben auch auf Produkte wie Stahlnägel, Heftklammern, Draht und Kabel fällig. Nun verhängt die EU - wie schon nach der ursprünglichen Entscheidung Trumps von 2018 - Gegenmaßnahmen, die in etwa das gleiche Handelsvolumen treffen.

Der Umfang sei relativ begrenzt, teilte die Kommission mit. Die «Ausgleichsmaßnahmen» würden zudem in Übereinstimmung mit den Pflichten der EU unter den Regeln der Welthandelsorganisation WTO verhängt und bei der WTO gemeldet.

Die derzeitige Corona-Krise zeige, wie wichtig es sei, Handel und Lieferketten aufrecht zu erhalten. Um die Erholung zu unterstützen, erwarte man von den Partnern, unrechtmäßige Zölle aufzuheben, auch die auf Stahl und Aluminium, erklärte die Kommission weiter.

Trump hatte 2018 mit Hinweis auf die nationale Sicherheit die ganze Welt mit Sonderzöllen auf Stahl und Aluminium überzogen. Trump stört sich daran, dass die Handelsbilanz der USA seit Jahren im Minus ist. Er sieht den enormen Saldo als Folge der Politik anderer Länder, die aus seiner Sicht mit unfairen Methoden ihre Exportwirtschaften fördern. Trump macht Druck auf große Handelspartner, damit diese mehr aus den USA importieren.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
06. 04. 2020
18:39 Uhr

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06. 04. 2020
18:39 Uhr



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