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Wirtschaft

US-Staaten ziehen Einwände gegen Fusion von T-Mobile zurück

Der angestrebte Zusammenschluss der US-Telefonanbieter T-Mobile und Sprint hat weitere Hürden genommen. Zwei US-Bundesstaaten lassen ihre Klagen gegen die milliardenschwere Fusion fallen. Am Ziel ist die Tochter des Bonner Telekom-Konzerns aber noch immer nicht.



John Legere
John Legere, Chef von T-Mobile US, gibt eine Pressekonferenz.   Foto: Gary He/Insider Images/epa/dpa

Die US-Bundesstaaten Texas und Nevada geben ihren Widerstand gegen die milliardenschwere Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint auf.

Texas' Generalstaatsanwalt Ken Paxton gab am Montag (Ortszeit) eine Einigung bekannt, die den Unternehmen unter anderem fünf Jahre lang Preiserhöhungen verbieten und umfassende Zusagen beim Netzausbau enthalten soll. Später verkündete auch Nevadas Staatsanwalt Aaron D. Ford eine ähnliche Vereinbarung mit T-Mobile und Sprint.

Die Allianz von Bundesstaaten, die gegen den Zusammenschluss der dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkanbieter klagen, verliert vor allem mit Texas einen wichtigen Unterstützer. Der Bundesstaat ist nicht nur wegen seiner Größe bedeutsam, sondern auch weil er dem von demokratischen Staatsanwaltschaften geführten Bündnis als republikanisch regierter Teilnehmer besonderes Gewicht verliehen hatte. Zudem sitzt dort mit AT&T einer von T-Mobiles größten Kontrahenten.

T-Mobile-Chef John Legere reagierte erfreut auf die Neuigkeiten aus Texas: «Unglaubliche News», twitterte er. Texas wisse, dass die Fusion Jobs schaffen und eine bessere Netzabdeckung in ländlichen Regionen bringen werde. Vor Texas und Nevada hatten bereits Colorado und Mississippi ihre Klagen gegen den über 26 Milliarden Dollar (23,6 Mrd Euro) schweren Mega-Deal fallen lassen. T-Mobile und Sprint wollen schon seit Langem die Kräfte bündeln, um den Platzhirschen AT&T und Verizon im US-Markt mehr Konkurrenz zu machen.

Allerdings bleibt der Widerstand gegen den Zusammenschluss groß. Es klagen noch immer etliche Staaten, darunter sind mit New York und Kalifornien einflussreiche Schwergewichte. Die Gegner fürchten, dass die Fusion den Wettbewerb einschränkt und zu Nachteilen für Verbraucher und Mitarbeiter führt. Trotz dieser Bedenken gab das Justizministerium bereits unter Auflagen grünes Licht. Doch solange der Rechtsstreit mit den Bundesstaaten andauert, werden T-Mobile und Sprint den Deal nicht zum Abschluss bringen. Der entsprechende Prozess soll im Dezember bei einem Gericht in New York beginnen.

Der Ende April 2018 vereinbarte Zusammenschluss galt kartellrechtlich von Anfang an als umstritten, die Unternehmen hatten ihre Fusionspläne zuvor schon zweimal wieder abgeblasen. Laut früheren Unternehmensangaben ergibt sich bei gemeinsamen rund 127 Millionen Kunden ein kombinierter Jahresumsatz von über 70 Milliarden Dollar. Weil nicht beide Konzerne große Netze bauen und unterhalten müssten, kalkuliert die Telekom mit Einsparungen von mehr als sechs Milliarden Dollar jährlich. T-Mobile ist der drittgrößte US-Mobilfunker und hatte zuletzt einen Börsenwert von rund 67 Milliarden Dollar. Sprint, die Nummer vier im Markt, bringt es auf knapp 25 Milliarden Dollar.

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dpa

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Veröffentlicht am:
26. 11. 2019
16:05 Uhr

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26. 11. 2019
16:05 Uhr



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