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Wirtschaft

US-Golfausstatter Callaway übernimmt Jack Wolfskin

Outdoor-Mode ist in Deutschland nicht nur bei Wanderern beliebt, sondern längst massentauglich. Jack Wolfskin aber hat mit harter Konkurrenz zu kämpfen. Nun soll ein amerikanischer Käufer die Marke mit der Tatze nach vorne bringen.



Jack Wolfskin
Der amerikanische Golfausrüster Callaway Golf Company kauft Jack Wolfskin für 418 Millionen Euro.   Foto: Marcus Brandt

Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin wechselt den Besitzer. Das Unternehmen, das Bekleidung und Schuhe etwa zum Wandern, Radfahren und Klettern verkauft, geht für 418 Millionen Euro an den US-Golfausrüster Callaway Golf Company.

Der Verkauf soll im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein, wie Jack Wolfskin am Freitag in Idstein bei Frankfurt mitteilte.

Callaway mit Sitz im kalifornischen Carlsbad habe eine starke Marktpräsenz in den USA und Japan, die Jack Wolfskin Chancen für internationales Wachstum böten, hieß es. Die Amerikaner ihrerseits wollen ihr Geschäft mit Golfausrüstung mit der sportlichen Lifestyle-Bekleidung von Jack Wolfskin ergänzen. Jack Wolfskin sei eine Premium-Outdoor-Marke und habe eine große Reichweite, vor allem in Europa und in China, sagte Callaway-Chef Chip Brewer.

Für die Übernahme seien die üblichen Zustimmungen der Kartellbehörden nötig. Danach sollen die Amerikaner alleiniger Eigentümer sein. «Die Transaktion ist ein wichtiger Schritt für unsere Marke, und wir sind sehr froh, mit Callaway einen strategischen und langfristigen Eigentümer zu bekommen», erklärte Jack-Wolfskin-Chefin Melody Harris-Jensbach. Callaway wolle langfristig in die Marke investieren.

Jack Wolfskin hat schon seit längerem zu kämpfen. Outdoor-Kleidung und -Zubehör haben sich in den vergangenen Jahren zwar von Nischenprodukten für Wanderer, Bergsportler oder Extrem-Camper zur Alltagsware entwickelt. Doch trotz der breiteren Kundschaft wächst der gesättigte deutsche Markt nicht mehr so schnell wie einst. Zudem steigt der Wettbewerbsdruck, und eine teure Expansion nach China hatte den Anbieter mit dem Tatzenabdruck im Firmenlogo viel Kraft gekostet.

Im Sommer 2017 hatte der Einstieg mehrerer Finanzinvestoren dem Unternehmen finanziell etwas Luft verschafft. Größte Gesellschafter von Jack Wolfskin sind die Investmentfirmen Bain Capital, H.I.G. Bayside Capital, CQS, Avenue Capital und Blue Mountain Capital Management, die zusammen gut zwei Drittel der Anteile halten. Sie hatten im vergangenen Jahr einen Großteil ihrer Forderungen in eine Beteiligung an Jack Wolfskin umgewandelt und dem Unternehmen ein Darlehen von 25 Millionen Euro gegeben.

Jack Wolfskin hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 850 Läden weltweit einen Umsatz von 334 Millionen Euro erwirtschaftet. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) stieg um fast ein Fünftel auf gut 42 Millionen Euro. Traditioneller Kernmarkt des Unternehmens ist Deutschland, Österreich und die Schweiz. Allein in der Bundesrepublik hat Jack Wolfskin mehr als 160 Geschäfte.

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dpa

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Veröffentlicht am:
30. 11. 2018
16:19 Uhr

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30. 11. 2018
16:19 Uhr



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