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Wirtschaft

Tiefrote Zahlen bei Osram - schwarze beim neuen Eigner AMS

Osram und sein neuer Mehrheitseigentümer AMS haben am Mittwoch parallel Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Über dem Joint Venture von Osram und Continental verdichten sich derweil die dunklen Wolken.



Osram
Bei Osram schlug die Corona-Krise im vergangenen Quartal voll zu.   Foto: Matthias Balk/dpa

Osram und sein neuer Mehrheitseigner AMS kommen sehr unterschiedlich durch die Corona-Krise.

Während der Münchner Lichtkonzern tiefrote Zahlen und einen Umsatzeinbruch für das abgelaufene Quartal meldete, verbuchte der österreichische Sensorspezialist das umsatzstärkste zweite Quartal seiner Geschichte und konnte sich trotz Krise in den schwarzen Zahlen halten.

Bei Osram schlug die Corona-Krise im vergangenen Quartal - wegen eines abweichenden Geschäftsjahres ist es das dritte - voll zu. Der Umsatz brach um 29 Prozent auf 606 Millionen Euro ein, unter dem Strich stand ein massiver Verlust von 140 Millionen Euro. AMS dagegen steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 418 Millionen Euro und hielt sich mit gut 5 Millionen Euro Gewinn in den schwarzen Zahlen - obwohl neben Corona auch Kosten für die Übernahme das Ergebnis belasteten.

Auch für die nahe Zukunft gehen die Einschätzungen auseinander. Bei AMS heißt es, das laufende Quartal werde «sehr gut», bei Osram rechnet man dagegen weiterhin mit konjunkturellen Auswirkungen durch die Corona-Krise. Allerdings sagte Osram-Chef Olaf Berlien: «Das dritte Geschäftsquartal war ganz klar der Tiefpunkt unserer Umsatzentwicklung.»

AMS verdankt seine guten Zahlen vor allem dem Geschäft als Zulieferer für die Smartphone-Industrie. Dort lief es im zweiten Quartal rund, während andere - kleinere - Bereiche wie Automotive und Industrie schwächelten. Bei Osram spielt der Automotive-Bereich dagegen eine sehr viel größere Rolle und wurde von Corona besonders hart getroffen.

Spekulationen um eine Trennung von Osrams Automotive-Bereich erteilte AMS-Chef Alexander Everke allerdings eine Absage. Schlechter sieht es für das Joint Venture von Osram mit Continental aus. Dahinter sehe er keine strategische Logik, sagte Everke. Man sei dazu mit Osram in Gesprächen. Dabei geht es um etwa 1500 Beschäftigte, die sich in München mit Lichttechnologie rund ums Auto befassen. Schon länger wird über ein Ende des Projekts spekuliert.

AMS hat Anfang Juli die Übernahme der Mehrheit an Osram abgeschlossen und seinen Anteil inzwischen weiter auf 71 Prozent ausgeweitet. Weitere Zukäufe sind ebenso geplant wie ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Letzterer soll um das Jahresende herum implementiert werden.

© dpa-infocom, dpa:200729-99-965807/2

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Veröffentlicht am:
29. 07. 2020
12:41 Uhr

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dpa

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29. 07. 2020
12:41 Uhr



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