Lade Login-Box.
Topthemen: Ministerpräsidentenwahl ThüringenFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wirtschaft

Tesla darf weiter Bäume fällen - Gericht lehnt Eilanträge ab

Tesla hat von den Behörden die Erlaubnis bekommen, erste Bäume auf dem Gelände der geplanten Fabrik bei Berlin zu fällen - noch während das Genehmigungsverfahren läuft. Umweltschützer hofften auf die Justiz.



Tesla beginnt mit dem Roden
Mit einem Holzvollernter werden Bäume gefällt. Der US-Elektroautobauer Tesla lässt für sein neues Werk in Grünheide den Wald roden.   Foto: Jörg Carstensen/dpa

Der US-Elektroautobauer Tesla darf die Rodung auf dem Gelände seiner geplanten Fabrik in Grünheide nahe Berlin fortsetzen. Das hat das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) am Freitag im Eilverfahren entschieden.

Damit blieben Anträge zweier Naturschutzvereine erfolglos. Die Grüne Liga Brandenburg und der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) wollten die Rodung mit Eilanträgen stoppen. Die Richter ließen eine Beschwerde gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zu (AZ.: VG 5 L 69/20).

Das Verwaltungsgericht teilte zur Begründung mit, die Abwägung der naturschutzrechtlichen Belange durch das Landesumweltamt sei nicht zu beanstanden. Die Baumfällarbeiten können demnach fortgeführt werden.

Tesla hatte mit der Abholzung begonnen, nachdem das Landesamt für Umwelt am Donnerstag den vorzeitigen Beginn während des noch laufenden Genehmigungsverfahrens erlaubt hatte. In einem ersten Anlauf sollen bis Ende Februar knapp 92 Hektar des insgesamt rund 155 Hektar großen Waldgrundstücks in Grünheide (Oder-Spree) gerodet werden. Der Rest soll erst abgeholzt werden, wenn die Brutsaison im Herbst vorüber ist. Tesla will in Grünheide im kommenden Jahr mit der Produktion beginnen.

Der VLAB sprach in einer Mitteilung von einer «überfallartig begonnenen Rodung eines für den Klima- und Artenschutz wichtigen Waldgebiets». Der Verein kritisierte vor allem den hohen Wasserverbrauch der künftigen Fabrik in einem sowieso schon trockenen Gebiet.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Brandenburg hingegen will gegen die vorzeitigen Rodungen zunächst nicht vorgehen. Dafür sehe man derzeit weder die Möglichkeit noch die Notwendigkeit, sagte Landesgeschäftsführer Axel Kruschat der Deutschen Presse-Agentur. Der BUND prüft nach eigenen Angaben die Unterlagen zur vorzeitigen Zulassung für die Rodung noch.

Tesla erhielt auch die Erlaubnis für bauvorbereitende Maßnahmen wie das Anlegen von Baustraßen. Das Umweltamt machte zugleich deutlich, dass Tesla «auf eigenes Risiko» mit den Arbeiten beginnen dürfe. Sollte die Genehmigung für das Vorhaben doch nicht erteilt werden können, müsse die Fima Wald angemessen aufforsten.

Der Kaufvertrag für das Grundstück war Mitte Januar unterzeichnet worden. Ein zweites unabhängiges Gutachten zum Grundstückswert steht noch aus. Der Besitz mit Eintragung in das Grundbuch geht erst auf Tesla über, wenn der Kaufpreis gezahlt ist.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
19:56 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Artenschutz Deutsche Presseagentur Eilanträge Entwaldung Fabriken Grundbücher Naturschutz Naturschutzvereine Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Tesla Motors Umweltbehörden Umweltschützer Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) Wald und Waldgebiete
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Baustelle Tesla-Werk

vor 1 Stunde

Brandenburg hofft auf Rodung für Tesla

Umweltschützer machen mobil: Nachdem ein Gericht die Rodung von Bäumen auf dem Gelände der geplanten E-Auto-Fabrik von Tesla erst mal gestoppt hat, kletterten zwei Aktivistinnen auf Bäume. Brandenburgs Regierung hofft ab... » mehr

Tesla lässt Bäume fällen

15.02.2020

Gericht stoppt Rodung für Tesla-Werk vorläufig

Umweltschützer sind gegen die Rodung eines Waldes bei Berlin für das neue Werk des Elektroautobauers Tesla. Jetzt haben sie vor dem Oberverwaltungsgericht einen Erfolg erzielt. » mehr

Tesla-Gelände

16.02.2020

Rodung gestoppt: Rückschlag für Tesla in Brandenburg

Zu Wochenbeginn wird auf dem künftigen Tesla-Fabrikgelände nahe Berlin kein Kreischen der Sägen oder Krachen umfallender Bäume zu hören sein. Denn vorerst ruhen die Arbeiten. Wie lange, ist unklar. » mehr

Künftiges Gelände der Tesla-Fabrik

13.02.2020

Umweltministerium: Tesla darf für neues Werk roden

Der Plan des US-Elektrobauers Tesla, eine Fabrik in Brandenburg zu bauen, stößt bei Umweltschützern auf Kritik. Jetzt gibt das Brandenburger Umweltministerium grünes Licht für die Rodung eines knapp 92 Hektar großen Wald... » mehr

Tesla-Fabrik geplant

25.01.2020

Tesla-Gegner wehren sich gegen rechte Instrumentalisierung

Zu dem in Grünheide geplanten Tesla-Autowerk gibt es viele Fragen von Anwohnern. Die Politik und das Unternehmen wollen Bedenken ausräumen. Gegner haben Angst vor einer Instrumentalisierung durch rechte Kräfte. » mehr

Tesla plant Fabrik in Brandenburg

01.02.2020

Regierungschef Woidke bittet Tesla-Kritiker um Geduld

Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Fabrik für Europa in Brandenburg ansiedeln - das stößt auch auf Bedenken und Protest. Die Landesregierung sagt zu, dass offene Fragen beantwortet werden - aber nicht sofort. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

14. Kristalmarathon

14. Kristallmarathon Merkers |
» 90 Bilder ansehen

Karneval Umzug Dietzhausen 2020 Dietzhausen

Karnevalsumzug Dietzhausen | 16.02.2020 Dietzhausen
» 136 Bilder ansehen

Unfall Carneval Club Marisfeld e.V Marisfeld

Unfall Carneval Marisfeld | 16.02.2020 Marisfeld
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
19:56 Uhr



^