Lade Login-Box.
Corona Newsletter
Topthemen: Coronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

Stromexporte gesunken - höhere CO2-Kosten ein Grund

Deutschland ist auch beim Strom eine Exportnation. In diesem Jahr ist aber deutlich weniger Strom in die Nachbarländer geflossen als früher. Das hat auch mit Maßnahmen gegen den Klimawandel zu tun.



Stromexporte gesunken
Wegen der gesunkenen Exportüberschüsse und niedrigerer Großhandelspreise verdienten die Stromproduzenten mit ihren Lieferungen ins Ausland den Angaben zufolge deutlich weniger.   Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die deutschen Stromexporte sind 2019 kräftig gesunken. Da gleichzeitig mehr Strom aus dem Ausland nach Deutschland geflossen ist, gab es den geringsten Exportüberschuss seit sechs Jahren, wie aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht. Deutschland ist aber nach wie vor ein großer Stromexporteur.

Im grenzüberschreitenden Stromhandel sind bis Mitte Dezember rund 57.000 Gigawattstunden Strom exportiert worden. Im Vergleich zu den 2018 exportierten gut 73.000 Gigawattstunden war das ein Rückgang um fast 22 Prozent. Die Importe nahmen um gut 21 Prozent auf nicht mehr als 23 Millionen Gigawattstunden zu. Dadurch sank der Exportüberschuss um gut 37 Prozent auf 34.000 Gigawattstunden. Zum Vergleich: Die Nettostromproduktion in Deutschland betrug 2019 rund 607.000 Gigawattstunden.

Wegen der gesunkenen Exportüberschüsse und niedrigerer Großhandelspreise verdienten die Stromproduzenten mit ihren Lieferungen ins Ausland den Angaben zufolge deutlich weniger. Der Überschuss fiel mit etwa 1,1 Milliarden Euro nur noch halb so hoch aus wie 2018. Hauptabnehmer für Strom aus Deutschland war Österreich. Rund ein Drittel der gesamten Stromexporte floss in das südliche Nachbarland.

Überschüsse beim grenzüberschreitenden Stromhandel erzielt Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamtes seit 2003. Seitdem sei der Stromverbrauch im Inland konstant geringer ist als die Stromerzeugung.

Dass die Stromausfuhren jetzt so stark gesunken sind, ist nach Einschätzung von Experten eine Folge der gestiegenen Kosten für die Stromerzeugung aus Braunkohle. «Für unsere Nachbarländer war es aufgrund der hohen CO2-Preise günstiger, mit den eigenen Gaskraftwerken Strom zu erzeugen, als Braunkohlestrom in Deutschland zu kaufen. Deshalb gingen auch die Stromexporte deutlich zurück», sagte Prof. Bruno Burger vom Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, verwies auf die gestiegenen Preise für die Emissionszertifikate sowie niedrigere

Gaspreise als einen Grund für die gesunkenen Stromexporte. Dadurch war der Anteil von Braun- und Steinkohle an der Stromproduktion in Deutschland 2019 deutlich gesunken.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 12. 2019
11:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Außenhandelsüberschuss Bundesnetzagentur Gigawatt-Stunden Stromerzeugung Stromexporte Stromexporteure Stromverbrauch Umweltbundesamt
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Windenergie

01.04.2020

Erneuerbare Energien liefern 52 Prozent des Verbrauchs

Viel Wind im Februar und anschließend Sonne satt. Für den Ökostrom kann es kaum bessere Bedingungen geben. Das schlägt sich auch in der Statistik nieder. » mehr

Intelligenter Stromzähler

19.12.2019

Digitalisierung der Stromnetze: Intelligente Zähler kommen

Der Stromzähler soll intelligent werden. Nach langen Prüfungen ist jetzt ein wichtiger Schritt in die moderne Energiewelt getan. Doch die Smart Meter müssen erst ihre Praxistauglichkeit beweisen. » mehr

Windräder

30.11.2019

Rekord beim Windstrom - aber kaum neue Anlagen

In Deutschland werden kaum noch neue Windräder aufgestellt. Am fehlenden Wind liegt das nicht - zumindest nicht in diesem Jahr. » mehr

Strommasten

24.12.2018

Deutschland exportiert weniger Strom

In Deutschland wird seit Jahren mehr Strom produziert als verbraucht. Deshalb sind die Stromexporte hoch. Das könnte sich aber bald ändern, warnte der Branchenverband der Stromwirtschaft. » mehr

Stromverbrauch

22.03.2020

Coronavirus lässt Stromverbrauch sinken

Die Coronavirus-Krise setzt der Wirtschaft schwer zu. Dadurch geht der Energieverbrauch zurück. An der Strombörse sinken bereits die Preise. Profitieren auch die Verbraucher? » mehr

Windräder

26.06.2019

Ökostrom-Rekord im ersten Halbjahr 2019

Beim Ökostrom zeigt der Pfeil nach oben. Die Wetterbedingungen sind im ersten Halbjahr 2019 günstig - erst stürmt es, dann gibt es viel Sonne. Experten mahnen aber: Der Ausbau muss schneller gehen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Sperrung vor Neustadt am Rennsteig Neustadt am Rennsteig

Sperrung Neustadt am Rennsteig | 23.03.2020 Neustadt am Rennsteig
» 4 Bilder ansehen

Brand in Katzhütte Katzhütte

Brand Katzhütte | 23.03.2020 Katzhütte
» 4 Bilder ansehen

inbound3887575027251749210

#Ichbleibdaheim |
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 12. 2019
11:08 Uhr



^