Lade Login-Box.
Corona Newsletter
Topthemen: Coronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

Sparprogramm bei Ceconomy führt zu Stellenstreichungen

Deutschlands größter Elektronikhändler setzt den Rotstift an. Mit einem Sparprogramm will Ceconomy die Kosten senken. Hunderte Jobs sollen wegfallen. Auch die Spitze wird nicht verschont: Nach dem abrupten Managementwechsel stehen im Vorstand weitere Änderungen an.



Sparprogramm bei Media-Saturn-Mutter Ceconomy
Ceconomy will jährlich 110 Millionen bis 130 Millionen Euro einsparen.   Foto: Armin Weigel

Die unter Druck stehende Media-Saturn-Mutter Ceconomy streicht Hunderte Stellen, stellt Geschäftsaktivitäten auf den Prüfstand und soll künftig nur noch von einem Vorstands-Duo geführt werden.

Ziel des Sparprogramms sei es, die Prozesse, Strukturen und Geschäftsaktivitäten der Gruppe zu straffen und Kosten zu senken, teilte Deutschlands größter Elektronikhändler in Düsseldorf mit.

Dem Vernehmen nach soll eine «mittlere dreistellige Zahl» Stellen in dem Unternehmen wegfallen. Auch das Management wird nicht verschont und soll schlanker werden: Die Ceconomy-Spitze werde verkleinert und ab 1. Juni aus nur noch zwei Vorständen bestehen.

Die Optimierung und Umstrukturierung konzentriere sich insbesondere auf Zentral- und Verwaltungseinheiten in Deutschland, hieß es in einer Börsenmitteilung weiter. Das Programm umfasse auch die Überprüfung der Geschäftsaktivitäten von kleineren Unternehmen im Portfolio, hieß es weiter.

Mit dem «Kosten- und Effizienzprogramm» sollen die «Grundlagen für profitables Wachstum» geschaffen werden. Ceconomy beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben gut 27.000 Mitarbeiter einschließlich der Märkte. Weltweit belaufe sich die Beschäftigtenzahl auf gut 60.000.

Die erwarteten Einsparungen des Programms bezifferte Ceconomy auf 110 Millionen bis 130 Millionen Euro jährlich. Diese sollen den Angaben zufolge bereits mehrheitlich ab dem Geschäftsjahr 2019/20 wirksam werden.

Doch zunächst fallen Kosten an. Im Geschäftsjahr 2018/19 dürften Aufwendungen von insgesamt rund 150 bis 170 Millionen Euro zu stemmen sein. Darüber hinaus ergeben sich Wertminderungen von Vermögenswerten von rund 20 Millionen Euro. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19 bleibe von den Maßnahmen unberührt, hieß es.

Auch der Ceconomy-Vorstand wird nochmals umgebaut, wie aus einer weiteren Mitteilung hervorgeht. Dieter Haag Molkenteller, bislang im Vorstand für Recht, Compliance und Risikomanagement verantwortlich, verlasse das Gremium zum 31. Mai. Der Vorstand bestehe damit ab dem 1. Juni aus Jörn Werner (CEO) und Karin Sonnenmoser (Finanzen).

Aus dem Aufsichtsrat scheide Peter Küpfer auf eigenen Wunsch zum 30. April aus. Nominierungsausschuss und Aufsichtsrat hätten sich für Christoph Vilanek, Chef der freenet AG, als Nachfolger ausgesprochen.

2018 gab es bereits einen abrupten Managementwechsel auf der ersten und zweiten Führungsebene - unter anderem mit den Abgängen von Konzernchef Pieter Haas und Finanzvorstand Mark Frese, die nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Geschäftsjahr das Unternehmen verlassen mussten. Dies kostete Ceconomy bereits mehrere Millionen Euro.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
20:31 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitsstellen Beschäftigungsindikatoren Chief Executive Officer Dieter Haag Finanzvorstand Freenet AG Gewinneinbrüche Kosten Kosteneinsparungen Risikomanagement Unternehmen Vermögenswerte
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
MAN Truck & Bus

23.03.2020

Traton nach gutem Vorjahr ohne Prognose für 2020

Die Corona-Krise lässt Geschäftsprognosen schon bei Veröffentlichung zur Makulatur werden. Dabei war schon vorher klar, dass auf den zur VW-Tochter Traton gehörenden Lkw-Bauer MAN harte Zeiten zukommen. » mehr

Daimler

11.02.2020

Herber Gewinneinbruch für Daimler

Daimler bleibt mit seiner Bilanz für 2019 nicht nur deutlich hinter dem Vorjahr zurück, sondern auch weit hinter seinen eigenen Erwartungen. Vorstandschef Källenius verspricht Besserung - aber viele Unwägbarkeiten bleibe... » mehr

Daimler AG

10.02.2020

Daimler muss wohl noch ein bisschen mehr sparen

Kosten runter, Stellen streichen, Investitionen kappen, Modellpalette straffen: Im November hat Daimler-Chef Källenius ein umfassendes Sparprogramm vorgelegt. Womöglich reicht das aber nicht. » mehr

Innogy

23.03.2020

Stromkonzern Innogy verdient zum Abschied weniger

Erst vor knapp dreieinhalb Jahren war die RWE-Ökostromtochter Innogy mit großen Ambitionen an die Börse gekommen. Doch jetzt zählt das Unternehmen seine letzten Tage. Die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr fiel mäßi... » mehr

ProSiebenSat.1

07.08.2019

ProSiebenSat.1 leidet unter sinkenden Werbeerlösen

Das Kerngeschäft des Münchner Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 schwächelt. Zugleich investiert er kräftig ins Programm und in digitale Zukunftsgeschäfte. Da bleibt im Moment unter dem Strich weniger übrig. » mehr

Mindestlohn

27.02.2020

Zahl der Jobs mit Mindestlohn rückläufig

Im zurückliegenden Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt ist die Zahl der mit Mindestlohn bezahlten Jobs deutlich zurückgegangen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Wohnhausbrand Trusetal

Wohnhausbrand Trusetal | 05.04.2020 Trusetal
» 26 Bilder ansehen

Sperrung vor Neustadt am Rennsteig Neustadt am Rennsteig

Sperrung Neustadt am Rennsteig | 23.03.2020 Neustadt am Rennsteig
» 4 Bilder ansehen

Brand in Katzhütte Katzhütte

Brand Katzhütte | 23.03.2020 Katzhütte
» 4 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
20:31 Uhr



^