Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wirtschaft

Schwacher Start ins Jahr stellt Daimler vor große Aufgaben

Der Autobauer Daimler steht vor tiefgreifenden und vor allem auch teuren Veränderungen. Das Kerngeschäft läuft gerade aber alles andere als rund. Das hinterlässt Spuren.



Daimler-Zentrale
Der Daimler-Konzern hat die Zahlen für das 1. Quartal 2019 vorgelegt.   Foto: Marijan Murat

Nach einem schwachen Auftakt sieht sich der Autobauer Daimler mit noch größeren Aufgaben für das laufende Jahr konfrontiert.

«Das Erreichen der Ziele für 2019 ist nach dem ersten Quartal nicht einfacher geworden», räumte Vorstandschef Dieter Zetsche in Stuttgart ein. Zwar hält der Konzern an seinen im Februar verkündeten Erwartungen fest.

Dafür seien aber «große Kraftanstrengungen und ein fokussierter Mitteleinsatz» in diesem und in den kommenden Jahren unumgänglich. Für Zetsche ist es die letzte Quartalsbilanz als Vorstandschef. Der 65-Jährige übergibt den Posten in knapp einem Monat an seinen Nachfolger Ola Källenius.

Daimler hatte im ersten Quartal weltweit mit schwächelnden Verkaufszahlen zu kämpfen. Gleichzeitig muss der Konzern weiter viel Geld in neue Modelle und Technologien stecken. Dazu kommen ein teurer Konzernumbau, gestiegene Rohstoff- und Materialpreise sowie Probleme unter anderem mit Lieferengpässen, die ebenfalls viel Geld kosten.

So ging der Umsatz immerhin nur leicht von 39,8 Milliarden Euro im ersten Quartal 2018 auf nun 39,7 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich fiel der Rückgang deutlicher aus: Rund 2,10 Milliarden Euro Gewinn bedeuten ein Minus von 7,5 Prozent. Damit könne und wolle sich Daimler nicht zufriedengeben, betonten Zetsche und sein Finanzchef Bodo Uebber, der den Konzern ebenfalls nach der Hauptversammlung am 22. Mai verlässt.

Einzig die Sparte der Finanzdienstleistungen verbuchte ein besseres Ergebnis als im Vorjahr - weil Daimler allein für die Zusammenlegung der Mobilitätsdienste mit BMW als Sondereffekt mehr als 700 Millionen Euro verbuchen kann.

Sowohl beim Kerngeschäft mit den Autos als auch bei den Bussen ging der Umsatz parallel zu den sinkenden Absatzzahlen zurück. Lastwagen und Vans verkauften sich besser als im ersten Quartal. Dem standen aber hohe Kosten gegenüber, so dass letztlich alle Bereiche beim operativen Ergebnis schlechter dastanden als vor einem Jahr - Busse und Vans sogar mit Verlust. Eine Konsequenz: Daimler verzichtet auf die Produktion der X-Klasse in Argentinien. Für den 2017 vorgestellten Pick-up habe sich in Lateinamerika kein auskömmliches Geschäftsmodell realisieren lassen, sagte Uebber. Für Europa und den Rest der Welt wird das Modell in Spanien gebaut.

Mit Blick auf das Gesamtjahr bleibt Daimler dabei, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis im Vergleich zu 2018 leicht steigen werden. Im gesamten Unternehmen müssten dafür aber die Lieferbereitschaft gesteigert, Kosten gesenkt sowie Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der Flexibilität verstärkt werden, betonte Zetsche. Konkrete Details zu diesen «Gegenmaßnahmen», die der Vorstand schon im Februar angekündigt hatte, nannten er und auch Uebber aber erneut nicht.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
10:31 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Auto Autofirmen BMW Daimler AG Dieter Zetsche Konzerne Konzernumbau Lastkraftwagen Milliarden Euro Ola Källenius Omnibusse Quartalsbilanz Umsatz Vorstandsvorsitzende
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ola Källenius

24.07.2019

Trendwende ab Herbst soll Daimler aus roten Zahlen holen

Teure Probleme nicht nur mit dem Diesel verhageln dem neuen Daimler-Chef den Start. Ola Källenius gibt sich trotzdem optimistisch. Der Schwede hat einen Plan - aber den deutet er auch weiterhin nur an. » mehr

Oliver Zipse

19.07.2019

Neuer BMW-Chef für klare Ansagen in stürmischen Zeiten

Ist BMW Nachzügler bei der E-Mobilität - oder Vorreiter? Die Wahrheit könnte in der Mitte liegen. Und so sind auch die Erwartungen an den neuen Konzernchef in München ganz verschieden: Neue Tonart - oder neuer Kurs? » mehr

Automarkt in den USA

12.06.2019

Krise in der Autoindustrie verschärft sich

Weltweit stehen der Branche große Umwälzungen bevor: China pusht Elektroantriebe, in der EU kommen strenge Vorgaben für das Treibhausgas CO2 - und in den USA lauern die Tech-Konzerne darauf, das Autofahren mit Robotaxis ... » mehr

Daimler

12.07.2019

Diesel und andere Sorgen: Daimler dämpft Erwartungen weiter

Teure Probleme nicht nur mit dem Diesel verhageln dem neuen Daimler-Chef Källenius weiter den Start. Nach der Gewinnwarnung vom Juni hat der Autobauer jetzt ein weiteres Mal genau nachgerechnet. Das Ergebnis ist nicht gu... » mehr

Daimler Hauptversammlung

22.05.2019

Daimler stellt Weichen für die Zukunft

Ein kleines bisschen Wehmut und dann viele trockene Details. Beim Autobauer Daimler endet mit dem Abschied von Dieter Zetsche eine Ära. Und Nachfolger Ola Källenius steht gleich vor einem Megaprojekt. » mehr

Harald Krüger

05.07.2019

BMW-Chef Krüger hört 2020 auf

BMW-Chef Krüger wirft das Handtuch. Jetzt richten sich die Augen auf den Aufsichtsrat, der bald einen Nachfolger küren will. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

unfall_reisdorf Reisdorf

Zwei Tote bei Unfall in Reisdorf | 22.09.2019 Reisdorf
» 16 Bilder ansehen

Unfall Pkw gegen Mauer in Zella-Mehlis Zella-Mehlis

Autos an Betonwand Zella-Mehlis | 22.09.2019 Zella-Mehlis
» 10 Bilder ansehen

Hulapalu Herbstgeflüster 2019 Obermaßfeld

Oktoberfest Obermaßfeld | 22.09.2019 Obermaßfeld
» 87 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
10:31 Uhr



^