Lade Login-Box.
Topthemen: Südthüringen kocht 2020Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wirtschaft

Schwache Automobilindustrie macht Osram weiter zu schaffen

Die Lage für den Lichtkonzern Osram bleibt schwierig: Die schwache Konjunktur und der zurückgehende Autoabsatz bereiten dem Münchner Zulieferer Probleme. An seiner Strategie hält Konzernchef Berlien indes fest.



Osram-Leuchtmittel
Osram befindet sich in Übernahmegesprächen mit den Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Carlyle.   Foto: Matthias Balk

Die anhaltende Schwäche der Automobilindustrie sowie bei Smartphones und Allgemeinbeleuchtung belasten weiter den Lichtkonzern Osram.

Der Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ging im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 862 Millionen Euro zurück, teilte das im MDax notierte Unternehmen in München mit.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 56 Prozent auf 70 Millionen Euro. Damit fielen beide Kennziffern allerdings besser aus, als Experten nach der Ende März gekappten Prognose erwartet hatten.

Unterm Strich wuchs indes der Verlust: Osram blieb mit 90 Millionen Euro im Minus. Grund dafür seien vor allem die Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen, sagte Konzernchef Olaf Berlien bei der Vorlage der Zahlen: Osram will bis 2022 rund 200 Millionen Euro einsparen. 85 bis 95 Millionen Euro seien davon bereits für das laufende Geschäftsjahr veranschlagt.

Nach zwei Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr verschreckte Osram die Aktionäre Ende März mit einer weiteren. Die Aktie brach daraufhin ein und fiel bis auf den tiefsten Stand seit dem Herbst 2014. Der neuen Prognose zufolge soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr deutlich um 11 bis 14 Prozent sinken und weniger vom Erlös als Gewinn hängen bleiben.

An der neuen Konzernausrichtung auf optische Technologien halte Osram fest, sagte Berlien. Neben der Automotive-Sparte stehen die Sparten Digitales und Optische Halbleiter. Die Automobilindustrie ist für Osram der wichtigste Kunde. Rund die Hälfte des Umsatzes macht das Unternehmen derzeit in diesem Bereich.

Die Umsätze gingen indes in allen drei Sparten deutlich zurück: Bei Automotive um 10,6 Prozent, im Digitalgeschäft um 8,5 und bei den optischen Halbleitern gar um knapp 19 Prozent. «Hier schlägt sich neben den konjunkturellen Effekten auch die Schwäche der Automobilindustrie und der Allgemeinbeleuchtung wieder», teilte Berlien mit. Vor allem in China gehe die Autoproduktion weiter zurück. Hohe Lagerbestände belasteten das Geschäft.

Osram befindet sich in vertieften Übernahmegesprächen mit den Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Carlyle. «Die Due-Diligence-Prüfung dauert an», teilte Osram mit. Dabei bekommen die Interessenten einen tieferen Einblick in die Bücher. Weiter sei völlig offen, ob es zu einer Übereinkunft komme, sagte Berlien. Er hatte immer wieder angedeutet, dass der Einstieg eines Großaktionärs durchaus willkommen sei. Seit Siemens als ehemalige Konzernmutter seine verbleibenden Anteile verkauft hatte, hat Osram keinen solchen mehr, der als Stabilitätsanker dienen könnte.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
15:22 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aktien Aktionäre Autobranche Autoverkäufe Beteiligungsgesellschaften Geschäftsjahre Gewinnwarnung Konzernchefs Mutterkonzerne Osram GmbH Siemens AG Umsatz
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Siemens

07.11.2019

Schlussspurt sichert Siemens gute Jahresbilanz

Ein starkes Schlussquartal hat Siemens auch für das abgelaufene Geschäftsjahr gute Geschäfte beschert. Für das kommende Jahr bleibt der Konzern vorsichtig. Die wichtigste Frage dreht sich aber um jemanden, der am Donners... » mehr

Führungsspitze

17.12.2019

MediaMarktSaturn will mit kleineren Läden punkten

Der Mutterkonzern Ceconomy erwartet die Rückkehr von Saturn und Media Markt auf Erfolgskurs. Rückenwind erhofft sich der Elektronikhändler auch von seinem erneuerten Online-Auftritt. » mehr

Harald Kujat

19.12.2019

Ex-General Kujat hält sich bei Heckler & Koch im Amt

Abstimmungen bei Aktionärstreffen des Waffenherstellers Heckler & Koch waren bisher eine klare Sache. Die Großaktionäre zogen an einem Strang. Doch die Zeiten haben sich geändert - es tobt ein Machtkampf bei dem Schwarzw... » mehr

Führungskrise bei Ceconomy

18.10.2019

Vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft kriselt es bei Ceconomy

Der Elektronikhändler sollte sich jetzt mit seinen Töchtern Media Markt und Saturn voll auf das Verkaufen konzentrieren. Doch stattdessen ist er mit Personalquerelen beschäftigt. Kann das gut gehen? » mehr

Mediamarkt Saturn

16.10.2019

Führungskrise bei Elektroriese Ceconomy

Der Ceconomy-Aufsichtsrat will am Donnerstag über die mögliche Entlassung des Topmanagers nach nur wenig mehr als sieben Monaten entscheiden. Die Personalturbulenzen treffen den Mutterkonzern von Media Markt und Saturn k... » mehr

Osram

06.12.2019

Osram wird österreichisch

David schluckt Goliath. Nach wenigen Jahren der Selbstständigkeit wird Osram von einem österreichischen Sensorhersteller übernommen, der wesentlich kleiner ist als das Münchner Unternehmen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Auto überschlägt sich und landet auf Dach Suhl

Unfall Suhl | 23.01.2020 Suhl
» 6 Bilder ansehen

Schulbusunfall nahe Eisenach Berka vor dem Hainich

Schulbusunglück nahe Eisenach | 23.01.2020 Berka vor dem Hainich
» 10 Bilder ansehen

Einfamilienhaus brennt in Schmalkalden Schmalkalden

Brand in Schmalkalden | 23.01.2020 Schmalkalden
» 3 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
15:22 Uhr



^