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Wirtschaft

Schutz an Bahnstrecken wird weiter ausgebaut

Lärm kann krank machen. Viele Anwohner sind von Lärm betroffen, den Züge verursachen. Daher werden Wände aufgestellt und Schallschutzfenster eingebaut. Doch das Tempo des Ausbaus hält sich bislang in Grenzen.



Lärmschutz
Bauarbeiter errichten einen Lärmschutz.   Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bahn will in diesem Jahr den Lärmschutz an weiteren stark belasteten Strecken ausbauen. Bis Jahresende sollen insgesamt 2000 Kilometer lärmsaniert sein, wie aus dem aktuellen Lärmschutzbericht des Konzerns hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das bedeutet, dass dort Lärmschutzwände aufgestellt werden oder die Häuser an der Strecke Schallschutzfenster erhalten. Bislang wurden seit 1999 insgesamt rund 1840 Kilometer saniert.

«Je leiser die Züge unterwegs sind, desto mehr Akzeptanz findet die Bahn als klimafreundliches Verkehrsmittel», sagte der Lärmschutzbeauftragte Andreas Gehlhaar. 108 Projekte seien in der Umsetzung, 65 davon würden dieses Jahr abgeschlossen.

Allerdings wird es beim jetzigen Tempo noch viele Jahre dauern, bis alle Anwohner vor Bahnlärm geschützt sind: Der Bund geht davon aus, dass rund 6500 Kilometer und damit etwa ein Fünftel des Netzes besonders lärmbelastet ist. Mehr als 2200 Gemeinden sind betroffen. Dort ist es für die Anwohner in Wohngebieten nachts lauter als 57 Dezibel, was in etwa der Lautstärke eines Gesprächs entspricht.

Zuerst wird saniert, wo es besonders laut ist und wo besonders viele Anwohner betroffen sind. Dazu zählen etwa das Mittelrheintal in Hessen und Rheinland-Pfalz sowie das Elbtal in Sachsen.

Mehr als 60.000 Haushalte an den besonders lärmbelasteten Strecken haben in den vergangenen 20 Jahren Schallschutzfenster eingebaut. Sie bekommen drei Viertel der Kosten erstattet.

Im vergangenen Jahr hatte der Bund mehr Geld für den Schutz vor Bahnlärm bereit gestellt. Von den 176 Millionen Euro wurden aber nur 149 Millionen abgerufen, wie die Bundesregierung zu Jahresbeginn auf eine Anfrage der Linken im Bundestag antwortete. Zwar wurde das Geld ausgegeben, das für Schutzwände und Fenster vorgesehen war. Dennoch floss insgesamt weniger Geld ab, weil die Güterwagenbetreiber finanzielle Anreize für den Einsatz leiserer Wagen nicht ausschöpften und weil sich Bauvorhaben der Bahn verzögerten, wie die Regierung erklärte.

Für dieses Jahr stellt sie nur 139 Millionen Euro bereit. Ansonsten soll die Bahn Ausgabereste nutzen, die sich nun auf 114 Millionen Euro summieren. Es laufen demnach Gespräche des Bundes mit der Bahn über einen «Hochlauf» bei der Lärmsanierung.

Zunächst ist das Ziel, dass der Schienenlärm für die Anwohner am Jahresende nur noch halb so groß ist wie vor 20 Jahren. Dafür soll der Lärm im Mittel um zehn Dezibel sinken. Das entspreche in der menschlichen Wahrnehmung einer Halbierung der Lautstärke, erklärte die Bahn.

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dpa

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Veröffentlicht am:
29. 04. 2020
12:24 Uhr

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dpa

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29. 04. 2020
12:24 Uhr



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