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Wirtschaft

Schuhhandel klagt über Hitzesommer

Die heißen Temperaturen hatten Folgen für die Schuhbranche: Gefragt waren luftige Sandalen und sportliche Sneaker. Vor allem kleine Händler klagen über ein kräftiges Umsatzminus.



Sneaker
Sneaker, hier der Marke Adidas, werden immer beliebter.   Foto: Daniel Karmann

Wegen der andauernden Hitze der vergangenen Wochen sind halbhohe Übergangsschuhe in diesem Jahr zu Ladenhütern geworden.

Die Kundinnen seien durch den rapiden Temperaturwechsel im März direkt von den gefütterten Stiefeletten in die Sandalen umgestiegen, teilte der Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels am Montag in Düsseldorf aus Anlass der Messe Gallery Shoes (bis 4.9.) mit. Das Frühjahrsgeschäft sei in diesem Jahr weitgehend ausgefallen, hieß es.

Wegen des schlechten Geschäfts seien vor allem kleinere Schuhgeschäfte weiter unter Druck geraten. Während der Schuhfachhandel insgesamt bei einem Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro ein Minus von 1,5 Prozent im ersten Halbjahr verbuchen musste, lag der Rückgang bei den kleinen Läden bei rund vier Prozent. Weiter zulegen konnte dagegen der Online-Handel mit Schuhen, der seine Umsätze jedoch lediglich um zwei Prozent steigern konnte. Im Vorjahr hatte das Plus noch bei 9 Prozent gelegen.

Gute Geschäfte macht die Branche dagegen nach Angaben des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie derzeit vor allem mit Sportschuhen und Sneakern. Etwa jeder dritte Schuhkäufer habe sich im vergangenen Jahr für solch ein Model entschieden. «Auch im ersten Halbjahr 2018 hat sich der Sneaker-Hype fortgesetzt», hieß es in einer Mitteilung. Ein Ende des aktuellen Sportschuh-Booms sei derzeit nicht abzusehen, sagte Verbandssprecherin Claudia Schulz.

Schuhimporten von 377,7 Millionen Paar standen im ersten Halbjahr in Deutschland Exporte von 157,7 Millionen Paar gegenüber. Wichtigstes Lieferland war dabei China mit einem Anteil von 47,6 Prozent, gefolgt von Vietnam mit 15,0 Prozent. Während die Stückzahlen der Schuh-Importe um 2,8 Prozent anstiegen, ging der Wert von 4,99 Milliarden Euro auf 4,97 Milliarden Euro leicht zurück.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2018
16:00 Uhr

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