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Ryanair streicht Pläne wegen Problemjet 737 Max

Weniger Jets, Wachstum und Passagierzahlen: Der irische Billigflieger Ryanair streicht wegen wegen des Problemjets 737 Max seine Flugpläne zusammen.



Ryanair
Flugzeuge der irischen Airline Ryanair. Die Fluggesellschaft streicht ihre Flugpläne zusammen.   Foto: Marcel Kusch

Wegen der verzögerten Auslieferung des Problemjets Boeing 737 Max streicht der irische Billigflieger Ryanair seine Flugpläne zusammen.

Für den kommenden Sommer plane man nur noch mit dem Zugang von 30 neuen Maschinen anstelle von 58 Jets, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dublin mit. Die Wachstumsrate für diesen Zeitraum falle von geplanten 7 Prozent auf 3 Prozent. Die Passagierzahlen dürften somit im gesamten nächsten Geschäftsjahr von 162 Millionen auf rund 157 Millionen Euro sinken.

Nach dem Absturz zweier Maschinen der Modellreihe bei Lion Air und Ethiopian Airlines mit insgesamt 346 Toten müssen alle 737-Max-Jets seit Mitte März weltweit am Boden bleiben. Bislang ist unklar, wann die Behörden den Flieger wieder in die Luft lassen. Boeing hat nach eigenen Angaben die Entwicklung eines Updates für die Steuerungssoftware des Flugzeugs abgeschlossen, die möglicherweise für die Abstürze verantwortlich ist. Die US-Luftfahrtbehörde FAA muss die Änderungen noch zertifizieren, bevor die Maschinen wieder starten dürfen.

Die Aktienkurs der Ryanair gab am Dienstag zu Handelsbeginn nach. Der Experte des US-Analysehauses Bernstein, Daniel Roeska, konnte den Verzögerungen bei der Auslieferung der bestellten Flugzeuge allerdings etwas Positives abgewinnen: «Das dürfte die erwarteten exzessiven Überkapazitäten im nächsten Jahr ein wenig eindämmen», schrieb er in einer ersten Einschätzung.

Ryanair-Chef Michael O'Leary erwartet die Wiederzulassung der Boeing 737 Max noch in diesem Jahr. Ryanair hat von der Maschine aber die Sonderausführung Max200 mit mehr Plätzen bestellt, die anschließend separat von den Luftverkehrsbehörden zertifiziert werden muss. Das Unternehmen will seine ersten Max200-Maschinen nun im Januar oder Februar 2020 in Betrieb nehmen.

Vor diesem Hintergrund werde die Airline bereits ab dem Winter 2019 an bestimmten Stützpunkten Kürzungen vornehmen oder sie zum Teil auch ganz aufgeben, hieß es weiter. Man werde sich diesbezüglich mit allen Beteiligten und den Gewerkschaften beraten. Eine Rückkehr zum normalen Wachstum werde erst ab dem Sommer 2021 erwartet.

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
16:31 Uhr

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16. 07. 2019
16:31 Uhr



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