Lade Login-Box.
Sommerausklang in Südthüringen zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

Netzagentur: Neue Paketpreise der Post sind zu hoch

Seit dem Jahreswechsel zahlen Postkunden mehr für Paketsendungen. Die Bundesnetzagentur will jetzt prüfen: Ist die Portoerhöhung wirklich gerechtfertigt?



Paketsendung
Arbeit im Paketzentrum der DHL.   Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB

Die Bundesnetzagentur hält die neuen Preise, die Privatkunden für Pakete der Deutschen Post zahlen müssen, für zu hoch. Man wolle in einem offiziellen Verfahren prüfen, ob die Post ihre Preise missbräuchlich erhöht habe, hieß es von der Bonner Behörde am Mittwoch in einer Mitteilung.

«Es gibt deutliche Hinweise, dass die Post einseitig zu Lasten von Privatkunden ungerechtfertigte Erhöhungen der Paketpreise vorgenommen hat», sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die Regulierungsbehörde vermutet, dass die neuen Paketpreise die tatsächlich anfallenden Kosten überschreiten. Unter Wettbewerbsbedingungen könnten sie nicht verlangt werden. Zunächst hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch) über das Vorgehen der Behörde berichtet.

Die Post hatte ihre Preise für Privatkunden zum Jahreswechsel erhöht. Bei den unterschiedlichen Arten von Paketen fiel die Anhebung verschieden aus. Ein bis zu zwei Kilo schweres, mittelgroßes Päckchen zum Beispiel kostet in der Filiale für den Inlandsversand nun 4,79 Euro, zuvor waren es 4,50 Euro. Der Versand eines 10-Kilo-Pakets verteuerte sich um einen Euro auf 10,49 Euro. Im Durchschnitt stiegen die Preise um drei Prozent. Günstiger kommt man weg, wenn man seine Pakete online frankiert. Zuvor hatte der Konzern seine Gebühren für Pakete zuletzt 2017 angehoben.

Die Bundesnetzagentur kann die Post gegebenenfalls auffordern, die Preise neu anzupassen. Die Vorteile für Kunden, die ihre Sendungen online frankieren, sind der Behörde besonders ein Dorn im Auge. Verbraucher, die nicht in der Lage seien, Pakete im Internet zu frankieren, würden damit benachteiligt, erklärte eine Sprecherin. Weil die Post rund 70 Prozent Marktanteil hat, wirke sich das - im Vergleich zu Wettbewerbern mit ähnlichen Regelungen - besonders stark aus.

Von der Post hieß es am Mittwoch lediglich: Die Preise sollen bis zum Abschluss des Verfahrens unverändert bleiben. Darüber hinaus wolle man sich zu einem laufenden Verfahren nicht äußern, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der Netzagentur soll das Verfahren innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen werden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 01. 2020
12:11 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesnetzagentur Filialen Kunden Marktanteile Privatkunden Regulierungsbehörden Verbraucherinnen und Verbraucher Öffentliche Behörden
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Zahl der Post-Beschwerden steigt deutlich an

07.07.2020

Zahl der Post-Beschwerden steigt deutlich an

Wo ist nur das Paket geblieben? Ärger bei der Zustellung gehört für Empfänger wie Zusteller zum Alltag. Auch in der Corona-Krise schnellt die Zahl der Beschwerden weiter nach oben. » mehr

Pakete wieder günstiger

05.02.2020

Deutsche Post macht Pakete wieder billiger

Um Pakete zu verschicken, muss man als Kunde bei der Post am Schalter seit Jahresbeginn mehr Geld hinlegen. Zu viel, findet die Bundesnetzagentur. Nun gibt die Post klein bei. » mehr

Sky-Logo

23.12.2019

Behörde verhängt wegen Werbeanrufen Geldbuße gegen Sky

Es klingelt: Eine unbekannte Nummer ist zu sehen, eine freundliche Stimme ist dran - und zu hören ist ein angeblich großartiges Angebot für eine Dienstleistung. Telefonwerbung ist Standard in Deutschland. Das kann ganz s... » mehr

Saturn

14.05.2020

Media Markt und Saturn spüren Nachholbedarf der Kunden

Nach der Wiedereröffnung stauten sich die Kunden vor vielen Läden. Dennoch rechnet der Mutterkonzern Ceconomy in den nächsten Monaten eher mit einer flauen Nachfrage. Doch weiß der Handelsriese schon, womit er die Konsum... » mehr

Commerzbank baut Vorstand um

vor 22 Stunden

Vorstandsumbau bei der Commerzbank

An der Commerzbank-Spitze geht das Stühlerücken weiter. Das wichtige Privatkundengeschäft bekommt eine neue Führung - vorübergehend. Denn die zentrale Personalie ist nach wie vor nicht geklärt. » mehr

Netzagentur droht Telefónica

09.07.2020

Netzagentur droht Telefónica mit Zwangsgeld

Telefónica bekommt einen Tadel - und muss nachsitzen. Da der Mobilfunker noch immer nicht alle erforderlichen LTE-Standorte gebaut hat, droht eine Geldbuße. Doch eine Gnadenfrist gibt es noch. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Mopedunfall Steinheid

Mopedunfall Steinheid |
» 4 Bilder ansehen

Schwerer Unfall Effelder Effelder

Unfall Effelder | 13.09.2020 Effelder
» 12 Bilder ansehen

Kürbiswiegen Fambach

Kürbiswiegen Breitungen | 12.09.2020 Fambach
» 18 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 01. 2020
12:11 Uhr



^