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Wirtschaft

Nestlé verliert zum Jahresende an Schwung

Nestlé ist 2019 so schnell gewachsen wie seit 2015 nicht mehr. Der Gewinnzuwachs profitierte vom Verkauf der Hautpflegesparte. Damit ist auch eine leichte Tempo-Delle zum Jahresschluss ausgeglichen.



Nestle
Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat seine Jahreszahlen veröffentlicht.   Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Beim Lebensmittelkonzern Nestlé hat das Wachstumstempo nachgelassen. So legten die Schweizer im Schlussquartal 2019 aus eigener Kraft noch um 3 Prozent zu, in den Quartalen davor waren die Zuwächse durchweg höher gewesen.

Im Gesamtjahr 2019 schaffte Nestlé ein Plus aus eigener Kraft von 3,5 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag in Vevey mitteilte.

Damit ist Nestlé auf Jahressicht dennoch so schnell gewachsen wie seit 2015 nicht mehr. Die 3,5 Prozent setzten sich zusammen aus einem Mengenwachstum von 2,9 Prozent und Preissteigerungen von 0,6 Prozent. Für 2020 zeigte sich Konzernchef Mark Schneider zurückhaltend: Man gehe nicht mehr davon aus, 2020 ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen zu können, sagte er.

Der gesamte Konzernumsatz stieg unterdessen um 1,2 Prozent auf 92,6 Milliarden Franken (87 Mrd Euro). Hier halfen vor allem gute Nachfrage in den USA und Brasilien. Unter dem Strich stand für das abgelaufene Jahr ein Gewinn von 12,6 Milliarden Franken, ein Plus von über 24 Prozent. Der deutliche Anstieg geht vor allem auf den Verkauf der Hautpflegesparte zurück. Die Aktionäre sollen eine um 25 Rappen erhöhte Dividende von 2,70 Franken je Anteil erhalten.

Operativ machte der Hersteller von Nespresso-Kaffee, Cailler-Schokolade und Buitoni-Pasta weitere Fortschritte bei der Profitabilität. Vom Umsatz blieben 17,6 Prozent als bereinigter operativer Gewinn übrig, etwas mehr als im Vorjahr.

Mit Blick auf den Coronavirus ist es laut Nestlé noch zu früh, um die finanziellen Auswirkungen des Ausbruchs zu beziffern. China sei der zweitgrößte Markt für Nestlé, rund 8 Prozent der Gruppenumsätze würden dort erwirtschaftet.

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
11:44 Uhr

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13. 02. 2020
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