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Wirtschaft

Miele-Chef: Kein weiterer Stellenabbau geplant

Der Hausgerätehersteller Miele kündigte in der vergangenen Woche an, rund 1070 Stellen streichen zu wollen. Ein weiterer Stellenabbau sei nicht geplant.



Reinhard Zinkann
Miele-Chef Reinhard Zinkann.   Foto: Carsten Koall/dpa

Der Hausgerätehersteller Miele hat Vermutungen der IG Metall zurückgewiesen, der Personalabbau bei dem Familienunternehmen könne noch größer ausfallen als bislang angekündigt.

«Alles was die Geschäftsleitung plant und überlegt, liegt vollständig auf dem Tisch. Mehr gibt es nicht», sagte der geschäftsführende Gesellschafter von Miele, Reinhard Zinkann, dem «Handelsblatt».

Miele hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bis Ende 2021 weltweit rund 1070 Stellen streichen zu wollen, davon etwa 240 in Deutschland. Weitere 650 Stellen sollen bis Ende 2025 im Gütersloher Waschmaschinenwerk wegfallen.

Bei der Gewerkschaft IG Metall schrillten angesichts der Meldungen aus Gütersloh die Alarmglocken. Der IG-Metall-Unternehmensbeauftragte Thomas Wamsler sagte der Deutschen Presse-Agentur unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne, er befürchte, dass der nun angekündigte Stellenabbau noch nicht das Ende der Fahnenstange sei. Der Gewerkschafter warf der Miele-Leitung eine «Salami-Taktik» vor. Es werde ein Restrukturierungsprogramm nach dem anderen gestartet. Gleichzeitig werde der Beschäftigungsabbau verharmlost.

Zinkann widersprach. «Eine Salamitaktik gibt es bei Miele nicht. Aber natürlich habe ich auch keine Glaskugel», sagte er. Gleichzeitig bekräftigte der Unternehmer, wo ein Stellenabbau unumgänglich sei, solle dieser «möglichst sozialverträglich gestaltet werden».

Neben dem Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen hatte Miele in der vergangenen Woche auch die Schaffung von 470 neuen Stellen zur Stärkung der Digitalkompetenz des Unternehmens angekündigt. Der größere Teil davon werde in neuen länderübergreifenden Standorten außerhalb Deutschlands entstehen. Doch auch in Gütersloh werde es neue Arbeitsplätze geben, sagte der Unternehmer.

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dpa

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Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
11:19 Uhr

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04. 11. 2019
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