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Wirtschaft

Leichter Dämpfer für die Konsumlaune

Der unklare Brexit und die ungelösten Handelskonflikte lassen die Deutschen beim Geldausgeben vorsichtiger werden. Aber es gibt einige Gründe, warum das Konsumklima immer noch stabil ist.



Volle Innenstadt
Passanten flanieren durch eine Fußgängerzone.   Foto: Jan Woitas

Die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland hat im März einen leichten Dämpfer erfahren.

«Die Verunsicherungen durch den ungeklärten Brexit und die nach wie vor ungelösten Handelskonflikte scheinen in diesem Monat verstärkt bei den Verbrauchern angekommen zu sein», berichtete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

In ihrer monatlichen Studie prognostiziert die GfK daher für April einen Rückgang des Konsumklimaindex im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 10,4 Punkte.

Trotz des Rückgangs bleibe die Konsumneigung der Bundesbürger aber ausgesprochen gut, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. «Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass sich der Arbeitsmarkt weiter sehr positiv entwickelt. Außerdem sind durch die Rentenerhöhungen zur Jahresmitte um gut drei Prozent deutliche reale Einkommenszuwächse bei den Rentnern zu erwarten. Das stützt das Konsumklima.»

Der zuletzt fünf Mal in Folge gesunkene Konjunkturindikator gewann der Studie zufolge im März wieder sieben Zähler dazu auf jetzt 11,2 Punkte. Ob dies bereits der Beginn einer Trendwende ist, müssten die kommenden Monate zeigen, erklärte Bürkl: «Die Verbraucher gehen zwar nicht davon aus, dass Deutschland in diesem Jahr in eine Rezession schlittert, sie sehen aber auch eine spürbare Abkühlung der Konjunktur.»

Dabei sei der Abschwung weniger hausgemacht als vielmehr außenwirtschaftlich begründet. Sowohl die Hängepartie um Termin und Art des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) als auch der schwelende Handelskonflikt der EU mit den USA sorgten für wachsende Verunsicherung bei den Verbrauchern.

Im Gegensatz zu den leicht gestiegenen Konjunkturaussichten nahm die Einkommenserwartung im März ab. Nach einem Minus von 4,1 Zählern liegt die Einkommensstimmung bei 55,9 Punkten - ein Niveau, das immer noch über dem des Vorjahres liegt. Vor allem die anhaltend gute Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes sorge für eine optimistische Einkommensstimmung, teilte die GfK mit. Die Erwerbstätigkeit nehme weiter zu und sorge mit dafür, dass auch die Löhne und Gehälter spürbar stiegen.

Auch die Anschaffungsneigung ging im März um 3,4 Zähler auf 50,2 Punkte weiter zurück - und damit auf den niedrigsten Wert seit mehr als zwei Jahren. Dennoch sei davon auszugehen, dass der Konsum in diesem Jahr eine wichtige Stütze der wirtchaftlichen Entwicklung in Deutschland sein werde, sagte der Experte. «Doch wenn die Arbeitnehmer den Eindruck gewinnen, dass ihr Job nicht mehr ganz so sicher ist wie bisher, werden sie auch bei ihren Ausgaben vorsichtiger.»

Die GfK-Studie basiert auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews im Auftrag der Europäischen Union. Das Konsumklima bezieht sich nicht nur auf die Ausgaben im Einzelhandel, sondern umfasst auch Mieten, Reisen und Gesundheit.

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dpa

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Veröffentlicht am:
26. 03. 2019
14:21 Uhr

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dpa

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26. 03. 2019
14:21 Uhr



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