Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagtCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

LVMH kauft Juwelier Tiffany für fast 15 Milliarden Euro

Viel Glanz: Der berühmte US-Juwelier Tiffany kommt in französische Hände. Der Pariser Luxusunternehmer Arnault spricht von einer Ikone. Er stärkt mit dem Kauf seine Stellung in den Vereinigten Staaten.



US-Juwelier Tiffany
US-Juwelier Tiffany ist weltweit bekannt für seine türkisfarbenen Kartons und seine Rolle im Hollywoodfilm «Frühstück bei Tiffany's».   Foto: Wilfredo Lee/AP/dpa

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH will den US-Juwelier Tiffany für 14,7 Milliarden Euro (16,2 Mrd US-Dollar) kaufen. Das bedeute einen Preis in Höhe von 135 US-Dollar je Aktie, teilte LVMH in Paris mit.

Es gebe eine endgültige Vereinbarung für die Übernahme, die Aktionäre von Tiffany müssten allerdings noch zustimmen. Die Transaktion soll Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden.

LVMH, die Gruppe des französischen Milliardärs Bernard Arnault, will mit dem Kauf auch ihre Stellung auf dem US-Markt stärken. Tiffany sei «eine amerikanische Ikone, die ein wenig französisch wird», sagte der bekannte Konzernchef der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Ende Oktober waren Gespräche zwischen LVMH und dem auch durch einen Hollywood-Film bekannten Juwelier öffentlich geworden. Damals war in Medien von einem Gebot von 120 Dollar je Aktie die Rede gewesen, das die Franzosen erst vorige Woche laut Insidern auf 130 Dollar erhöht hatten.

Für LVMH ist die Übernahme von Tiffany die bisher größte. Der vor 182 Jahren gegründete Juwelier ist weltweit bekannt für seine türkisfarbenen Kartons und seine Rolle im Hollywoodfilm «Frühstück bei Tiffany's». LVMH-Finanzdirektor Jean-Jacques Guiony nannte die Übernahme einen «wichtigen Meilenstein für die Gruppe». Man sei optimistisch, den Umsatz weiter zu steigern. LVMH wollte aber keine Zahlen nennen, um keinen Druck aufzubauen.

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ist der weltweit führende Luxusgüterkonzern. Zu der Gruppe gehören unter anderem Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin und Krug sowie Modehäuser wie Kenzo und Fendi. Konzernchef Arnault erklärte, sein Konzern wolle die legendäre US-Marke glänzen lassen.

Das von Charles Lewis Tiffany 1837 in New York gegründete Juwelierunternehmen hat laut Mitteilung weltweit über 300 Geschäfte und beschäftigt rund 14 000 Mitarbeiter. Besonders bekannt ist das Geschäft an der New Yorker Fifth Avenue. «Es ist eine legendäre amerikanische Marke mit einer reichen Geschichte», betonte LVMH-Finanzkommunikationschef Chris Hollis. Tiffany sei ein Synonym für amerikanischen Luxus. Die Übernahme könne LVMH zu einem Global Player im Bereich des Edelschmucks machen.

Der Kauf sei von den Verwaltungsräten der beiden Unternehmen gebilligt worden. Das Topgremium von Tiffany empfehle die Annahme des Angebots von LVMH, berichteten die Unternehmen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 11. 2019
16:37 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aktien Aktionäre Bernard Arnault Dollar Fendi Konzernchefs Louis Vuitton Modehäuser Moët Hennessy - Louis Vuitton
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Siemens Healthineers

02.08.2020

Siemens Healthineers will US-Konzern Varian kaufen

Es ist die bisher größte Übernahme in der Geschichte des Erlangener Unternehmens. Für weitere Geschäfte in der Krebsforschung und den geplanten Erwerb eines US-Spezialisten greift der Konzern tief in die Tasche. » mehr

Deutsche Börse

19.05.2020

Deutsche Börse plant Zukäufe

Die Deutsche Börse profitiert vom regen Handel in Zeiten der Corona-Krise. Darum bleibt das Unternehmen zuversichtlich für 2020 - und will sich verstärken. » mehr

JPMorgan-Chef Dimon

14.04.2020

Faule Kredite lassen Gewinn bei JPMorgan einbrechen

Der US-Finanzbranche droht eine Lawine an Kreditausfällen. Das größte Bankhaus JPMorgan rüstet sich mit einem Milliardenpuffer für die Rezession. Auch der Rivale Wells Fargo fährt die Krisenvorsorge stark hoch. Das zehrt... » mehr

Warren Buffett

03.05.2020

US-Staranleger Buffett steigert Ergebnis

Das «Woodstock der Kapitalisten» fällt in diesem Jahr aus - Warren Buffetts berühmte Hauptversammlung findet wegen der Corona-Pandemie nur im Internet statt. Dort äußert sich der Börsen-Guru erstmals richtig zur Krise. D... » mehr

Tesla

30.04.2020

Tesla überrascht mit weiterem Quartalsgewinn

Tesla-Chef Elon Musk trumpft weiter auf: Erstmals hat sein Konzern drei Quartale in Folge Geld verdient. Während der Rest der Branche unter der Corona-Krise leidet, geht es für den E-Autobauer bergauf. Die größten Belast... » mehr

Uniper - Jahreszahlen

10.03.2020

Uniper drückt bei Datteln 4 aufs Tempo

Der Energiekonzern Uniper will klimaneutral werden - und gleichzeitig das Steinkohlekraftwerk Datteln in Betrieb nehmen. Die Einnahmen aus Datteln seien nötig, um in die CO2-Reduzierung investieren zu können, sagt Konzer... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Montgolfiade Heldburg

Montgolfiade | Heldburg
» 24 Bilder ansehen

Brand Tettau Tettau

Großbrand Tettau | 09.08.2020 Tettau
» 39 Bilder ansehen

Flächenbrand Limbach Limbach

Flächenbrand Limbach | 09.08.2020 Limbach
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 11. 2019
16:37 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.