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Wirtschaft

Ist inzwischen weniger Zucker in Fertigprodukten?

Weniger Salz in Tiefkühlpizzen, weniger Zucker im Kinder-Müsli: Um bei «Dickmachern» gegenzusteuern, will die Bundesregierung Hersteller zu freiwilligen Umstellungen bewegen. Hat sich da schon etwas getan?



Tiefkühlpizza
Tiefkühlpizza: Zu viel Zucker, Fett und Salz erhöhen auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.   Foto: picture alliance / dpa

Für eine gesündere Ernährung sollen Fertigprodukte auch mit weniger Zucker, Fett und Salz auskommen. Erste Daten zur Umstellung von Rezepturen stellt Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) vor.

Hintergrund ist eine vom Kabinett beschlossene «Reduktionsstrategie». Sie sieht vor, dass sich Hersteller zu schrittweisen Zutaten-Änderungen verpflichten. Um die Wirksamkeit der freiwilligen Branchenzusagen nachzuvollziehen, hat das bundeseigene Max-Rubner-Institut (MRI) eine erste Vergleichsuntersuchung gemacht.

Die Bundesregierung hatte Ende 2018 die von Klöckner vorgelegte «Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie» beschlossen. Dazu liegen inzwischen Vereinbarungen mit mehreren Branchenverbänden vor, die Ziele bis 2025 formulieren. Meist geht es um weniger Zucker. So soll in Frühstückscerealien für Kinder eine Reduzierung um mindestens 20 Prozent erreicht werden. In gesüßten Milchprodukten für Kinder und Erfrischungsgetränken sollen es minus 15 Prozent sein. Dabei sollen Rezepturen nach und nach umgestellt werden, damit es beim gewohnten Geschmack für die Kunden keine abrupten Änderungen gibt. Fortschritte bei den Reduzierungen bis 2025 sollen regelmäßig beobachtet werden.

Eine erste Zwischenbilanz soll nun vorgelegt werden. Ausgangsbasis sind Daten mit Stand von 2016. Das MRI hat eine Datenbank zum Energie- und Nährstoffgehalt oft gekaufter, vorgefertigter Produkte. Zudem wurde 2018 der Zuckergehalt von Erfrischungsgetränken registriert.

In Deutschland gelten 47 Prozent der Frauen, 62 Prozent der Männer und 15 Prozent der Kinder als übergewichtig. Zu viel Zucker, Fett und Salz erhöhen auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Verbraucherschützer und Mediziner kritisieren das Vorgehen auf freiwilliger Basis und fordern seit längerem ein stärkeres Gegensteuern auch mit Werbebeschränkungen oder Extra-Steuern.

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dpa

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Veröffentlicht am:
01. 04. 2020
04:54 Uhr

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01. 04. 2020
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