Lade Login-Box.
Gemeinsam handeln zum Digital-Abo
Topthemen: #GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilft

Wirtschaft

Indische Airline IndiGo bestellt 300 Airbus-Jets

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat im Konkurrenzkampf mit dem US-Anbieter Boeing einen Coup gelandet. Ein Großauftrag spielt den Europäern in die Karten.



Airbus A320neo
Der indische Billigflieger IndiGo hat 300 Flugzeuge der Airbus-Modellfamilie A320neo geordert.   Foto: Guillaume Horcajuelo/epa/dpa

Mitten in der Krise des US-Flugzeugbauers Boeing hat der europäische Konkurrent Airbus einen Riesenauftrag aus Indien eingesackt.

Der indische Billigflieger IndiGo orderte 300 Flugzeuge der Modellfamilie A320neo, wie beide Unternehmen am Dienstag in Toulouse und Neu-Delhi mitteilten.

Unter den Jets, die im Grundsatz für Kurz- und Mittelstreckenflüge ausgelegt sind, befindet sich neben Maschinen der Versionen A320neo und A321neo auch die Langstrecken-Version A321XLR, deren Bau Airbus im Juni auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris angekündigt hatte.

Der Auftrag ist einer der größten in der Geschichte des Flugzeugbauers. Ausgehend von der Standardversion A320neo, die auf der Preisliste mit 110,6 Millionen US-Dollar aufgeführt ist, könnte die Bestellung einen Gesamtwert von mehr als 33 Milliarden Dollar (rund 29,8 Milliarden Euro) erreichen. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.

IndiGo war bereits zuvor großer Airbus-Kunde. Die Airline baut ihr Geschäft und ihre Flotte kräftig aus. Insgesamt habe die Gesellschaft jetzt 730 Maschinen aus der A320neo-Familie geordert, hieß es. Sie betreibe derzeit 128 herkömmliche A320-Jets sowie 97 Exemplare in der auf weniger Spritverbrauch getrimmten Neuauflage A320neo.

Die Entscheidung über den Triebwerkstyp für die jetzt bestellten 300 Jets steht noch aus. Bei der A320neo-Reihe können die Kunden zwischen dem Leap-Triebwerk des zu General Electric und Safran gehörenden amerikanisch-französischen Herstellers CFM sowie dem Getriebefan-Antrieb der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney auswählen, an dem auch der Münchner Triebwerksbauer MTU mitarbeitet.

Unterdessen kämpft der Airbus-Rivale Boeing aus den USA weiter mit dem Flugverbot für sein Konkurrenzmodell 737 Max. Nach zwei Abstürzen mit 346 Toten dürfen die Mittelstreckenjets des Typs seit März weltweit nicht mehr starten. Auch die Auslieferungen sind gestoppt.

Boeing hofft zwar weiterhin, dass die 737 Max noch in diesem Jahr wieder fliegen kann. Damit ist der Hersteller aber optimistischer als die großen US-Fluggesellschaften, die den Krisenjet in der Flotte haben. Ob und wann die US-Luftfahrtbehörde FAA und internationale Aufseher die Maschinen wieder abheben lassen, ist derzeit unklar. Zuletzt gab es Spannungen zwischen Boeing und der FAA, die den Prozess weiter bremsen könnten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
15:34 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Airbus GmbH Bau Boeing Fluggesellschaften Flugzeugbauer Flugzeuge General Electric Luftfahrtmessen Produktionsunternehmen und Zulieferer US-Fluggesellschaften
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Produktion bei Airbus

08.04.2020

Airbus kappt Flugzeugproduktion um ein Drittel

Die Corona-Pandemie trifft die Luftfahrtbranche enorm. Airlines sparen an allen Ecken - das hat Folgen auch für die großen Flugzeugbauer. » mehr

Lufthansa

07.04.2020

Lufthansa verkleinert Flotte und lässt Germanwings am Boden

Vor der Entscheidung über staatliche Beihilfen legt die Lufthansa die ersten Flugzeuge still. Der Teilbetrieb Germanwings soll gar nicht mehr abheben, was für die Beschäftigten nicht zwingend ein Nachteil sein muss. » mehr

Easyjet-Maschinen

28.05.2020

Easyjet will 30 Prozent der Stellen streichen

Der britische Billigflieger Easyjet will wegen der Corona-Krise bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen, statt zu wachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag in L... » mehr

Boeing 737 Max 8

18.06.2019

BA-Mutter IAG plant Großauftrag für Boeings Krisenjet

Zunächst hatte Airbus auf der weltgrößten Luftfahrtmesse die Nase vorne, dem Konkurrenten Boeing machten auch in Le Bourget die Folgen des Flugverbots der 737-Max-Jets zu schaffen. Doch eine bedeutende Absichtserklärung ... » mehr

Boeing

20.11.2019

Boeing bessert 737-Triebwerke nach

Der Flugzeugbauer Boeing will nach einem tödlichen Zwischenfall bei seinem Mittelstreckenjet 737 NG die Triebwerke von tausenden Maschinen in aller Welt überarbeiten. » mehr

Flugzeug

08.01.2020

Nahost-Krise zwingt Airlines zum Umplanen

Der Konflikt zwischen Iran und den USA hält auch Fluggesellschaften in Atem - und zwar nicht nur wegen vielleicht steigender Ölpreise. Vor allem gilt es, alle Flugzeuge sicher um die Region herumzusteuern, um eine Katast... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall A71 Meiningen

Unfall A71 Meiningen |
» 6 Bilder ansehen

Auto-Party in Meiningen

Party im Autokino Meiningen | 30.05.2020 Meiningen
» 60 Bilder ansehen

Brand Gartenhütte Zella-Mehlis Zella-Mehlis

Brand Gartenhütte Zella-Mehlis | 27.05.2020 Zella-Mehlis
» 12 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
15:34 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.