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Wirtschaft

Handwerk fordert Perspektiven für Flüchtlinge in Ausbildung

Rund 360.000 junge Menschen lernen derzeit in Deutschland einen Handwerksberuf, darunter Tausende Flüchtlinge. Für Handwerkspräsident Wollseifer ist das der beste Weg zur Integration.



Blauer Bulle auf Börsenplatz
Das Handwerk hat den überdimensionalen blauen Bullen unter dem Motto «Wir investieren in Menschen» enthüllt.   Foto: Silas Stein » zu den Bildern

Das deutsche Handwerk macht sich für bessere Bleibeperspektiven für Flüchtlinge in Ausbildung stark.

Es sei auch mit Blick auf den Fachkräftemangel «völlig widersinnig», dass gut integrierte junge Leute nach Hause geschickt und andernorts Arbeitskräfte angeworben würden, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer am Donnerstag in Frankfurt.

Wer hier eine Ausbildung absolviere und integrationswillig sei, sollte bleiben dürfen, sagte er vor dem «Tag des Handwerks» an diesem Samstag (15. September). Dafür sei eine gesetzliche Übergangsregelung nötig. Zudem sei die «Drei-Plus-Zwei-Regelung» bundesweit einheitlich anzuwenden. Sie sieht vor, dass Flüchtlinge unter bestimmten Bedingungen eine Ausbildung in Deutschland beginnen und danach zwei Jahre weiter hier als Fachkraft arbeiten können.

Vor der Frankfurter Börse enthüllte Wollseifer einen überdimensionalen blauen Bullen neben dem Bullen aus Bronze. Er solle zeigen, dass das Handwerk hoch im Kurs stehe, sagte der Handwerkspräsident. Die Konjunktur für die Betriebe laufe gut. In diesem Jahr rechnet er mit rund drei Prozent Umsatzplus im deutschen Handwerk, das derzeit gerade vom Bauboom profitiert. Auch für 2019 zeigte sich Wollseifer zuversichtlich.

Derzeit absolvierten mehr als 11.000 Flüchtlinge eine Ausbildung in einem Handwerksberuf. Wenn gut integrierte junge Menschen abgeschoben würden, «dann schieben wir genau die Falschen ab», sagte Wollseifer.

Generell mache der Nachwuchsmangel dem Handwerk weiter zu schaffen, sagte Wollseifer. So waren zum Start ins neue Ausbildungsjahr Ende August bundesweit rund 27.000 Lehrstellen unbesetzt. Bewerber hätten daher auch jetzt noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Auch alleine über die Integration von Flüchtlingen werde Deutschland seinen Fachkräftebedarf in Zukunft nicht decken können. In der Debatte über ein neues Einwanderungsgesetz sollten deshalb beruflich Qualifizierte in den Blick genommen und Migrationsabkommen mit Ländern mit vergleichbaren Berufsbildungssystemen abgeschlossen werden. Das könne die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte vereinfachen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2018
15:54 Uhr

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dpa

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13. 09. 2018
15:54 Uhr



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