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Wirtschaft

Fresenius startet überraschend stark ins Jahr

Eine missglückte US-Übernahme, mehrere Gewinnwarnungen, Probleme im Klinik-Geschäft: Der Gesundheitskonzern Fresenius hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zum Auftakt 2019 geht es wieder aufwärts.



Fresenius-Zentrale
Das Firmenlogo ist am Firmensitz von Fresenius in Bad Homburg zu sehen.   Foto: Frank Rumpenhorst

Nach einem turbulenten Jahr 2018 kommt der Gesundheitskonzern Fresenius wieder in Gang. Im ersten Quartal dieses Jahres erzielten die Bad Homburger unerwartet starke Zahlen.

Während sich das Geschäft mit Infusionen und Nachahmermedikamenten weiter als Gewinnbringer erweist, konnte sich die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) über ein erstarktes Nordamerika-Geschäft freuen. Doch beim Gewinn hakt es noch - gerade bei der Kliniktochter Helios.

Von Januar bis März kletterte der Umsatz insgesamt um 8 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Das operative Ergebnis stieg - ohne Wechselkurseffekte gerechnet - um 2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Mit den Zahlen übertraf Fresenius die Erwartungen von Analysten. «Der Start ins Jahr 2019 ist uns gut gelungen», erklärte Chef Stephan Sturm. Auch unter dem Strich konnte sich Fresenius um drei Prozent auf 453 Millionen Euro Gewinn verbessern, kam währungsbereinigt aber nicht von der Stelle.

Der erfolgsverwöhnte Gesundheitskonzern hatte vergangenes Jahr mehrfach seine Geschäftsprognosen korrigiert und auch die mittelfristigen Ziele gekappt - die Aktien brachen daraufhin ein. Die geplante Milliarden-Übernahme des US-Konzerns Akorn erwies sich zudem als Fehlschlag, der erst vor Gericht abgewendet werden konnte.

Nach einer Serie von Rekordjahren hatte Sturm 2019 daher zum Übergangsjahr erklärt. Mit Investitionen von 2,5 Milliarden Euro will er etwa Kliniken in Lateinamerika kaufen, bei Nierenpatienten in China wachsen und hierzulande Pfleger im großen Stil einstellen.

Damit soll es auch bei Helios wieder aufwärts gehen. Deutschlands größter Krankenhausbetreiber leidet darunter, dass weniger Patienten über Nacht bleiben, sondern ambulant behandelt werden. Wesentlicher Gewinnbringer blieb im ersten Quartal erneut der 2017 gekaufte spanische Klinikbetreiber Quironsalud. Im deutschen Krankenhausgeschäft stabilisiere sich die Lage, betonte Fresenius. Im Auftaktquartal sank der gesamte Helios-Gewinn noch um knapp neun Prozent, immerhin weniger stark als im Schlussquartal 2018.

Die Dialyse-Tochter FMC, die jüngst weniger Geschäfte mit privat versicherten Patienten zu spüren bekam, konnte den Umsatz dank starker US-Geschäfte um 4 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn sank aber um 3 Prozent auf 271 Millionen Euro. FMC baut mit der Übernahme der US-Firma NxStage das Geschäft mit Heimdialyse aus, das Nierenpatienten eine komfortablere Behandlung ermöglicht.

Für das Gesamtjahr hält Fresenius an seiner Prognose fest und geht von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von drei bis sechs Prozent aus. Der bereinigte Konzerngewinn soll stagnieren. FMC bekräftigte ebenfalls die Erwartungen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
13:19 Uhr

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02. 05. 2019
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