Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagt#GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-Hilfsbörse

Wirtschaft

Experten: Deutsche Wirtschaft kriecht ins neue Jahr

Es geht wieder aufwärts, jedoch nur langsam. Das legen die Prognosen mehrerer Institute nahe. Besonders die Industrie hat zu kämpfen.



Containerterminal
Containerterminal in Hamburg: Die Ursachen der aktuellen Konjunturschwäche liegen im außenwirtschaftlichen Umfeld, sagen Experten.   Foto: Christian Charisius/dpa

dpa) - Die deutsche Wirtschaft nimmt aus Sicht von Ökonomen im nächsten Jahr erst langsam wieder Fahrt auf.

Nach 0,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 1,1 Prozent zulegen, ein Jahr später um 1,5 Prozent, prognostizierten das Ifo-Institut und das Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Die Zahl der Arbeitslosen werde weiter sinken.

Mit einem Aufschwung der Gesamtwirtschaft sei frühestens im übernächsten Jahr zu rechnen, sagte der IfW-Konjunkturforscher Stefan Kooths. «Zunächst kriecht die Wirtschaft aber in das neue Jahr.» Die deutsche Wirtschaft brauche aber kein Konjunkturprogramm - die Ursachen der aktuellen Schwäche liegen im außenwirtschaftlichen Umfeld.

Das Ifo-Institut verwies auf Herausforderungen der Autobranche und globale Handelskonflikte. Sie träfen die deutsche Industrie hart, sie stecke in einer Rezession; es sei aber Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Dagegen wachse die Wirtschaftsleistung bei den auf Deutschland orientierten Dienstleistungs- und Bauunternehmen.

«Zu dieser allmählichen Erholung trägt auch die Finanzpolitik bei», erklärte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser in Berlin. Entlastungen bei Steuern und Sozialbeiträgen, höhere Transferleistungen und steigende öffentliche Ausgaben spülen demnach 25 Milliarden Euro zusätzlich in die Wirtschaft.

Die Abkühlung der Weltwirtschaft trifft die Konjunktur in Ostdeutschland nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) nicht so hart wie im restlichen Bundesgebiet.

So seien Konsumgüter, die in der ostdeutschen Produktion eine größere Rolle spielten als in der westdeutschen, vom globalen Nachfrageeinbruch weniger betroffen als Investitionsgüter. Durch die schrittweise Angleichung der Renten in Ost und West steige das verfügbare Einkommen außerdem schneller als in den übrigen Bundesländern.

Für das laufende Jahr sei in Ostdeutschland ein Wachstum von einem Prozent zu erwarten, im kommenden Jahr 1,3 Prozent und 2021 sowohl im Osten wie bundesweit 1,6 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert der in dem Jahr erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 12. 2019
17:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitslosenquote Bruttoinlandsprodukt Deutsche Industrie Deutsche Presseagentur Institut für Weltwirtschaft Institute Konjunkturprogramme Sozialversicherungsbeiträge Verfügbares Einkommen Weltwirtschaft Wirtschaftsforschung Wirtschaftswissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Containerbrücken

25.05.2020

Konjunktur bricht ein: «Eigentliches Drama steht noch bevor»

Die Corona-Krise stürzt Europas größte Volkswirtschaft in eine Rezession. Zwar gibt es inzwischen erste Lichtblicke. Ökonomen rechnen jedoch mit einem langen Weg zurück in Richtung Normalität. » mehr

Hamburger Hafen

16.05.2020

Corona-Krise trifft Deutschland mit Wucht

Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Grenzen und Geschäfte bringen das Wirtschaftsleben weitgehend zum Erliegen. Die Folgen für die Konjunktur sind heftig. Und es könnte noch schlimmer kommen. » mehr

Deutsche Wirtschaft bricht ein

19.05.2020

DIHK rechnet mit schwerem Wirtschaftseinbruch

Die Nachfrage bricht weltweit ein, Lieferketten sind unterbrochen, der private Konsum springt nicht an: Die Corona-Krise sorgt für eine schwere Wirtschaftskrise. Der DIHK ist deutlich pessimistischer als die Bundesregier... » mehr

Arbeitsmarkt

07.04.2020

Rezession mit deutlichen Folgen für Arbeitsmarkt

«Wirtschaft unter Schock» - das ist der Titel des Frühjahrsgutachtens führender Wirtschaftsforschungsinstitute. Die Finanzpolitik halte dagegen. Aber die Folgen der Corona-Krise sind für Millionen von Bürgern spürbar. » mehr

Unternehmenspleite

12.03.2020

Ökonomen: Deutschland steht vor «hartem Konjunktureinbruch»

Mit dem Coronavirus droht Europas größter Volkswirtschaft ein Wirtschaftseinbruch. Eine Rezession - erstmals seit der Finanzkrise 2009 - wird nicht mehr ausgeschlossen. » mehr

Altmaier bei Standortkonferenz 2020

24.06.2020

Altmaier will Standort Deutschland stärken

Um die Folgen der Pandemie abzufedern, pumpt der Staat viele Milliarden in die deutsche Wirtschaft. Längerfristig braucht es aber mehr, sagt Industrieminister Altmaier. Und was genau? » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall Motorrad Waffenrod Waffenrod

Motorradunfall Waffenrod | 13.07.2020 Waffenrod
» 6 Bilder ansehen

Bad Salzungen

Gesuchte Männer | 13.07.2020 Bad Salzungen
» 5 Bilder ansehen

city skyliner weimar Weimar

City Skyliner in Weimar | 12.07.2020 Weimar
» 12 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 12. 2019
17:38 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.